Der Traum vom elektrischen Kleinflieger, der massenhaft Personen oder auch Fracht befördert, ist ein Stück näher gerückt – so sieht das Beta Technologies, einer der führenden Hersteller im Bereich der eVTOLs (electric vertical take-off and landing). Bei einem wichtigen Testflug im Rahmen eines Programms der US-Luftfahrtbehörde transportierte das Unternehmen erfolgreich Prototypen künstlicher Organe – doch bis zu einer Zertifizierung und damit einer echten Massentauglichkeit dauert es noch Jahre.

Doch der Reihe nach. Beta Technologies hat sich der Entwicklung kleiner, rein elektrisch betriebener Luftfahrzeuge verschrieben. Ziel ist es, die Luftfahrt nachhaltiger und massentauglicher zu machen. Konkret arbeitet das 2017 gegründete Unternehmen aktuell an zwei Modelltypen. Dem Senkrechtstarter ALIA VTOL (Vertical Takeoff and Landing) und dem Starrflügler ALIA CTOL (Conventional Takeoff and Landing), der eine Landebahn benötigt. Zu den Kunden gehören Air New Zealand, United Therapeutics, die US Army und diverse andere. Beim Gang an die US-Börse sammelte das Unternehmen eine Milliarde US-Dollar an Kapital ein. Manche fühlen sich beim Beta-Fluggerät vielleicht an den deutschen Flugtaxenhersteller Lilium erinnert, der nach einer zunächst von Bayern mit abgewendeten Insolvenz im vorigen Jahr endgültig bankrott ging. Die Patente wanderten an einen US-Investor.