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Streit um Geschäftsgeheimnisse: Apple verklagt ChatGPT-Firma OpenAI Die ChatGPT-Firma OpenAI entwickelt ein Gerät speziell für die Nutzung mit Künstlicher Intelligenz. Dabei wurden auch Apple-Mitarbeiter verpflichtet. Jetzt gibt es eine Klage.
11.07.2026 - 09:33 Uhr Die ChatGPT-Firma OpenAI will ein Gerät speziell für KI-Nutzung bauen – und handelte sich eine Klage von Apple ein. (Symbolbild) Foto: Richard Drew/AP/dpaApple wirft dem ChatGPT-Entwickler OpenAI und zwei ehemaligen Mitarbeitern in einer Klage Diebstahl von Firmengeheimnissen vor. Einer der beiden ist Tang Tan, ein ehemaliger ranghoher Apple-Designer, der heute Hardware-Chef von OpenAI ist. In dieser Funktion spielt er eine zentrale Rolle bei der Arbeit an einem neuartigen Gerät, das die ChatGPT-Firma auf die Nutzung mit Künstlicher Intelligenz ausrichten will.OpenAI entgegnete in einer Stellungnahme beim Finanzdienst Bloomberg, man habe kein Interesse an Geheimnissen anderer Unternehmen. Die Firma bleibe fokussiert darauf, innovative Technologie zu entwickeln.Design-Guru als TüröffnerOpenAI verpflichtete für das Hardware-Projekt auch Jony Ive, den langjährigen Design-Visionär von Apple, der unter anderem maßgeblich die Form von iPhones und MacBook-Laptops geprägt hatte. Das dürfte der ChatGPT-Firma geholfen haben, attraktiver für andere Apple-Beschäftigte zu werden. Der Klage zufolge sind inzwischen mehr als 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter bei OpenAI angestellt.Konferenz WWDC „Von Grund auf mit KI neu gebaut” – Apple stellt lang erwartete neue Siri vor Kurz vor seinem Abschied kündigt Tim Cook eine KI-Version der Sprachassistentin an. Doch die europäischen Kunden werden die neue Siri zunächst nicht nutzen können. von Philipp Alvares de Souza SoaresTan gehört zu den ranghöchsten Überläufern. Er arbeitete mehr als 20 Jahre bei Apple und verantwortete vor seinem Wechsel das Design des iPhones und der Computer-Uhr Apple Watch.Apple vermutet Strategie von OpenAI dahinterDer Klage zufolge kam Apple nach Ermittlungen zu dem Schluss, dass Tan vertrauliche Informationen des iPhone-Konzerns zum Vorteil von OpenAI missbraucht habe. Unter anderem habe er Apple-Mitarbeiter aufgefordert, zu Job-Interviews für Arbeitsplätze bei OpenAI Bauteile des Konzerns mitzubringen – darunter Batterien und Geräte-Gehäuse in verschiedenen Farben.Apple sieht das als Teil einer „Strategie“ von OpenAI, an vertrauliche Informationen des Unternehmens zu kommen. Nach Darstellung von Apple griff die Firma zu „rechtswidrigen Abkürzungen“, um das KI-Gerät zu entwickeln, weil dies sich als schwieriger erwiesen habe als angenommen.Der andere verklagte Ex-Mitarbeiter von Apple, ein ranghoher Ingenieur, soll dem Konzern zufolge über einen mitgenommenen Firmen-Computer noch als OpenAI-Beschäftigter auf vertrauliche Daten seines früheren Arbeitgebers zugegriffen haben.EZB-Jahrestagung Treibt Künstliche Intelligenz die Inflation nun hoch – oder nicht? Das EZB-Jahrestreffen im portugiesischen Sintra wird von einer Frage bestimmt: Wird KI ein Wirtschaftswunder auslösen – oder die nächste US-Rezession? von Henrike AdamsenSchatten auf Hardware-Projekt von OpenAIIve wird in der Klage nicht erwähnt – wohl aber die unter anderem von ihm und Tan mitgegründete Firma io Products, die OpenAI 2025 für rund 6,5 Milliarden Dollar kaufte. Man habe neben OpenAI auch io verklagt, um zu verhindern, dass über das Unternehmen weiter Apple-Geheimnisse verwendet würden, hieß es in der Klage.Durch die Zusammenarbeit mit OpenAI war Ive dabei, in direkte Konkurrenz zu seinem einstigen Arbeitgeber zu treten. Nun wirft die Apple-Klage einen Schatten auf das ganze Hardware-Projekt von OpenAI. Es sei „bis ins Mark verrottet“, da OpenAI sich dafür auf illegal erworbene Firmengeheimnisse gestützt habe, kritisierte Apple in der Klageschrift.OpenAI ist zugleich ein KI-Partner von AppleApple und OpenAI sind seit mehreren Jahren Partner bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz auf iPhones und anderen Geräten des Konzerns. Apple-Kunden können allgemeine Anfragen, die die hauseigene Sprachassistentin Siri nicht beantworten kann, an ChatGPT weiterreichen lassen. Medienberichten zufolge erwog OpenAI vor einigen Monaten eine Klage gegen Apple mit dem Vorwurf des Vertragsbruchs, weil diese Partnerschaft sich schlechter entwickelt habe als von der KI-Firma erwartet. dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick










