Sie sind wieder da, die lange als verschollen geglaubten Kronjuwelen der letzten österreichischen Kaiserfamilie. Darunter auch der legendäre »Florentiner«, ein walnussgroßer Riesendiamant, gelb und 137 Karat schwer.1918 ließen der damalige Kaiser Karl und seine Frau Zita den Familienschmuck von Wien in die Schweiz bringen, denn die Revolution stand vor der Tür und das Ende der Monarchie schien besiegelt. Nur wenige Jahre später verschwand der Schmuck – bis zum Herbst 2025.

Der Riesendiamant »Florentiner« wird auch »Schickssalsstein« genannt

Jahrzehntelang lagen die Schmuckstücke sorgfältig eingepackt in einem Bankschließfach in Kanada. Niemand schien etwas davon zu wissen, außer einige wenige Habsburger selbst. Wie kann das sein?Mit dem Schmuck kehrte auch eine Streitfrage zurück: Wem gehört er eigentlich? Die Habsburger sind sich sicher: Es ist Familienbesitz. Doch Österreichs SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler lässt gerade prüfen, ob der »Florentiner« und die anderen Juwelen nicht eigentlich der Republik Österreich zustehen.Im Gespräch mit Karl von Habsburg und SPIEGEL-Reporter Fidelius Schmid gehen wir der Frage nach, wie der Habsburger-Schmuck überhaupt nach Kanada kam, warum der »Florentiner« zum politischen Zankapfel wurde und ob auch die letzten verschollenen Schmuckstücke noch auftauchen könnten.Hören Sie hier die aktuelle Folge: