In China und Taiwan sind in Vorbereitung auf den Taifun »Bavi« Hunderttausende Menschen evakuiert worden. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, haben allein in der östlichen Provinz Zhejiang über 500.000 Anwohner ihre Häuser vorübergehend verlassen. In Taiwan wurden vorsorglich mehr als 14.000 Bewohner aus erdrutschgefährdeten Bergregionen in Sicherheit gebracht. Zudem wurden am Samstag mehr als 1100 Inlands- und Auslandsflüge in Taiwan gestrichen und der Fährverkehr eingestellt.

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Am Freitag war befürchtet worden, dass »Bavi« der größte Taifun werden würde, der Taiwan seit mehr als 30 Jahren treffen würde. Seither habe sich der Radius mit starken Winden auf 350 Kilometer verringert, sagte Jason Cheng von der CWA der Nachrichtenagentur AFP. Schon am Freitag waren im Norden und Osten Taiwans Schulen, Büros und Geschäfte geschlossen. Mehr als 28.000 Soldaten hielten sich für Notfälle bereit.Unmut der TaiwanerEinige Taiwaner äußerten Unmut über die Taifunwarnungen der Behörden. Der Besitzer eines Cafés in Keelung zeigte sich verärgert über Einnahmeausfälle. »Die Regierungsangaben lassen alles unglaublich Furcht einflößend klingen und versetzen alle in Panik«, sagte er. »Dabei gab es in den vergangenen zwei Tagen nicht einmal besonders starken Wind oder Regen.« Ein anderer Gastronom sagte dagegen der AFP, er sei nur noch draußen unterwegs, um Bestellungen abzuwickeln. »Wenn der Wind und der Regen stärker werden, gehe ich gleich nach Hause.«