Brücke oder Tunnel: Wie soll die neue Stadtautobahn im Osten von Berlin die Spree zwischen Treptow und Friedrichshain queren? Diese Frage zu einem der teuersten und kompliziertesten Verkehrsprojekte liegt seit vielen Monaten auf dem Tisch. Jetzt hat die Autobahn GmbH mitgeteilt, dass die Antwort weitere Monate auf sich warten lässt. „Die weiteren Planungen für die Vorzugsvariante des 17. Bauabschnitts der A100 verzögern sich und sollen im Herbst dieses Jahres vorliegen“, teilte Ralph Brodel, Sprecher des Bundesunternehmens für den Nordosten Deutschlands, auf Anfrage der Berliner Zeitung mit. Anfangs hieß es, dass das Konzept für das nächste Teilstück des Berliner Stadtrings 2025 feststeht. Zuletzt war von Sommer 2026 die Rede. Experten hatten schon damit gerechnet, dass es noch länger auf sich warten lässt. Sie haben den Eindruck, dass die Verantwortlichen dieses kostspielige und komplexe Vorhaben nur zögerlich bearbeiten. Schließlich gibt es anderswo im Autobahnnetz schon genug zu tun.

17. Bauabschnitt der A100: Friedrichshain wird Baustelle

Nachdem im vergangenen August der 16. Bauabschnitt der A100 zwischen Neukölln und Treptow eröffnet wurde, soll der Stadtring nach Norden fortgeführt werden. Vorgesehen ist, die Autobahn bis zur Frankfurter Allee in Friedrichshain sechsspurig zu verlängern. Eine Stadtstraße zur Storkower Straße in Lichtenberg soll sich anschließen.