Das Programm »Moon and Mars Exploration Analog« (MMEA) am Johnson Space Center in Houston soll der Vorbereitung künftiger Langzeitmissionen dienen. Die Teilnehmenden sollen unter »weltraumähnlichen« Bedingungen in isolierten Habitaten leben und Aufgaben erledigen, etwa Pflanzen anbauen, die eigene Gesundheit überwachen und Außeneinsätze (Spacewalks) simulieren. Ziel ist es, die Risiken von Langzeitmissionen besser zu verstehen und Maßnahmen zu testen, die die Leistungsfähigkeit und Gesundheit von Astronauten gewährleisten sollen.

Zwei Habitate, drei Phasen – und längere Mars-TageDas Experiment ist in drei Abschnitte gegliedert: Zunächst lebt die Crew in einem raumschiffartigen Modul, das den Transit von der Erde zum Mond oder Mars simulieren soll. Danach wechselt die Gruppe in eine Anlage, die das Leben auf einer Planetenoberfläche simuliert – inklusive des Anbaus von Nahrung, Übungen in einem Test-Terrain und Fahrt mit einem Marsrover. Anschließend erfolgt die »Rückreise« im Transit-Habitat.

Wie der Sender CNN berichtet , drehe sich ein weiterer Forschungsschwerpunkt um die Anpassung an den Mars-Tag (»Sol«) – rund 40 Minuten länger als ein Tag auf der Erde. Demnach könne der veränderte Tag-Nacht-Rhythmus Schlaf, Gesundheit und Leistungsfähigkeit beeinflussen.Wer darf mitmachen?Bewerben können sich laut der Nasa-Mitteilung Personen mit US-Staatsbürgerschaft oder Greencard, die zwischen 30 und 55 Jahre alt sind und fließend Englisch sprechen. Zudem dürfen sie eine Größe von 1,88 Metern nicht überschreiten. Bewerberinnen und Bewerber müssen außerdem medizinische und psychologische Tests bestehen; Ernährungseinschränkungen sind demnach ein Ausschlusskriterium, genauso wie Schlafprobleme.