Das Team vom Raupenkran stahl Politikern und Journalisten die Schau. Als auf der Baustelle an der A100 in Charlottenburg der offizielle Termin begann, hatte es die 321 Tonnen Stahl längst an Ort und Stelle gehievt. Mit dem Einhub des ersten von drei weiteren Überbauteilen hat der Neubau der Ringbahnbrücke am Freitag eine neue spektakuläre Etappe erreicht. Dass die Arbeit schneller als erwartet voranging, zeigt erneut: Die Autobahn-Baustelle im Schatten des ICC ist etwas ganz Besonderes.„Wir brauchen hier keinen Zeitraffer, so schnell gehen die Arbeiten voran“, sagte Michael Güntner, Chef der Autobahn GmbH des Bundes, am Freitag. „Diese Baustelle ist ein positives Symbol, weil sie zeigt, was sich in Deutschland verändert. Sie zeigt, dass wir Infrastruktur können.“ Am Anfang stand ein „Schock“, erinnert sich Güntner. Vor rund 16 Monaten musste auf der Ringbahnbrücke, Teil des Autobahndreiecks Funkturm, auch der letzte Fahrstreifen gesperrt werden. Ein Riss im Spannbeton war immer größer geworden. Weil auch die benachbarte Westendbrücke aus dem Verkehr gezogen werden, war der Stadtring unterbrochen – der wichtigste Verkehrsweg in Berlin.

Ringbahnbrücke: Warum es plötzlich gang schnell ging