Donald Trump hat ein Problem. Die geplante Internationale Stabilisierungsgruppe (ISF) für den Gazastreifen existiert weiterhin nur auf dem Papier. Ursprünglich hatte der US-Präsident eine 20.000-Mann-starke Truppe vorgesehen, um den fragilen Waffenstillstand im Gazastreifen zu sichern und um ein militärisches Erstarken der palästinensischen Terrororganisation Hamas zu verhindern. Aber daraus wird offenbar so schnell nichts, wie das »Wall Street Journal« berichtet .

Stattdessen gibt es offenbar sogar Probleme dabei, ein erstes Vorauskommando mit zehn bis 20 Soldaten auf die Beine zu stellen. Ursprünglich hätte das Königreich Marokko im Juni das Kontingent stellen sollen, nun sollen die Soldaten laut »WSJ« erst in den kommenden Monaten bereitstehen und dann auch nicht sofort im Gazastreifen im Einsatz sein.Geplant war alles ganz anders:Trumps »Friedensrat« sollte eigentlich in den vergangenen Monaten die ISF aufbauen.Mehrere mehrheitlich islamische Länder hatten bereits Bereitschaft signalisiert, Soldaten zu stellen, neben Indonesien auch Pakistan. Deutschland hat nie beabsichtigt, sich militärisch an der ISF zu beteiligen.Israels Armee sollte sich laut dem Trump-Plan weiter aus dem Gazastreifen zurückziehen und bislang gehaltene Gebiete schrittweise an die ISF übergeben.Bereits im Mai war über den Start der ISF-Mission spekuliert worden. Israels öffentlich-rechtlicher TV-Sender Kan hatte seinerzeit berichtet, dass zunächst Soldaten der Vereinigten Arabischen Emirate in der Grenzstadt Rafah stationiert werden sollten. Anschließend hätten sie durch Kontingente aus Kasachstan, Marokko, Albanien und Kosovo ergänzt werden sollen.