Meine Kollegin Sarah Heuberger hat als Redakteurin im Tech- und Start-up-Team schon so einige Gründer getroffen und über steile Aufstiege von Start-ups berichtet. Doch diese Dimensionen begegnen ihr sonst kaum: 650 Millionen Dollar für eine erst wenige Wochen alte Firma, eine Gesamtbewertung von 4,6 Milliarden Dollar, und das alles noch ohne klares Geschäftsmodell.

Hinter dem KI-Start-up Recursive Superintelligence stecken die beiden deutschen KI-Forscher Richard Socher (42) und Tim Rocktäschel (39). Mit sechs weiteren Co-Gründern wollen sie eine KI bauen, die sich selbst weiterentwickelt. „Es ist aktuell eine der kühnsten Wetten der Techwelt“, schreibt Sarah. Investoren wie Google Ventures und Nvidia gehen die Wette ein: Wie deutsche Starforscher eine KI bauen, die sich selbst entwickelt .

Es regnet Geld: Gemeinsam mit sechs weiteren KI-Forschern haben Tim Rocktäschel (l.) und Richard Socher Recursive Superintelligence aufgebaut

Fotos [M]: mm, Recursive Superintelligence, Roger Kisby

Die Wirtschaftsnews des Tages:Auf Einkaufstour ist der Finanzinvestor Apollo. Überraschend einigte sich die US-Firma mit der Billig-Airline Easyjet, die eigentlich schon einer Übernahme durch Castlelake zugestimmt hatte. Einmal auf Einkaufstour griff Apollo auch bei Bayer zu. Für 3 Milliarden Euro steigt Apollo bei einem Subunternehmen für Verhütungsmittel ein.Der neue Fed-Chef Kevin Warsh (56) will die US-Notenbank reformieren und holt sich dafür Experten ins Haus. Darunter sind der umstrittene Investor Marc Andreessen (55), Ex-Notenbanker Mervyn King und einige Professoren. Doch ist die Fed reformbedürftig?