Bei der Digitalsparte der Schwarz Gruppe, Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland wird ab sofort Christian Müller (49) der alleinige Chef. Dies teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) mit. Bisher verantwortete Müller zusammen mit Rolf Schumann (51) das Geschäft. Schumann verlasse das Unternehmen nach sieben Jahren gemeinsamer Aufbauarbeit „in bestem gegenseitigem Einvernehmen“ mit sofortiger Wirkung.Schumann startete 2019 als Chief Digital Officer bei den Unternehmen der Schwarz Gruppe und wurde im Frühjahr 2020 in den Vorstand berufen. Gemeinsam mit Müller, zu diesem Zeitpunkt IT-Vorstand, bildete er laut Mitteilung eine eng verzahnte Doppelspitze mit dem Auftrag, das Unternehmen Schritt für Schritt zu digitalisieren. So brachten sie unter anderem die Kundenbindungsprogramme Lidl Plus und Kaufland Card an den Start, die heute von über 100 Millionen Menschen genutzt werden.Die Digitalsparte hat ihre Aktivitäten über die Jahre hinweg gezielt ausgeweitet. Sie will sich als europäische Alternative zu Cloud-Computing-Marktführern wie Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure aufstellen. „Das ist das Ziel, was wir haben“, hatte Müller vor wenigen Wochen der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Das Unternehmen traut sich zu, zum „Hyperscaler“ zu werden. So nennt man Cloud-Anbieter, die weltweit viele Server betreiben, um ihren Kunden in großem Umfang Speicher für Daten, Rechenleistung für Programme, KI und weitere Werkzeuge zur Verfügung zu stellen.
Schwarz Digits: Co-Chef Rolf Schumann geht – Christian Müller übernimmt allein
In der Doppelspitze mit Christian Müller digitalisierte Rolf Schumann die Schwarz Gruppe in den vergangenen Jahren und brachte unter anderem Lidl Plus an den Start. Nun übernimmt Müller als alleiniger Chef mit sofortiger Wirkung.







