PfadnavigationHomePanoramaWider den Ozempic-Trend„Mit Size Zero existiert man doch gar nicht“ – Heidi Klum verteidigt ihre GewichtszunahmeStand: 13:09 UhrLesedauer: 4 MinutenHeidi Klum, hier bei den Filmfestspielen in CannesQuelle: Scott A Garfitt/Invision/AP/dpaJa, sie habe in letzter Zeit zugenommen, sagt Model Heidi Klum. Sie fühle sich aber wohl, Schönheits-OPs oder Abnehmspritzen seien nichts für sie, so die 53-Jährige. Zumal sich einer über die Extrakilos freue: Ehemann Tom Kaulitz.Model Heidi Klum ist bekannt für ihre offenherzigen Interviewaussagen. Seien es die Namen für ihre Brüste („Hans und Franz“) oder auch ihr Eheleben mit Sänger Tom Kaulitz – die Zuhörer und Zuschauer werden meist umfassend informiert. Nun zeigte sich die mittlerweile 53-Jährige erneut meinungsstark und sehr selbstbewusst.Kurz vor dem Start einer neuen Staffel ihres US-TV-Formats „Project Runway“ (ab 9. Juli) sprach die vierfache Mutter in einem Interview auch über ihre (leichte) Gewichtszunahme in den vergangenen Jahren und ihre – bereits jahrzehntelang währende – Ablehnung von konventionellen Schönheitsidealen, seien es der „Heroin Chic“ der Neunziger oder die aktuell grassierende Ozempic-Mode, die zahlreichen Prominenten ihre überaus schlanke Silhouette beschert haben dürfte.Sie sei da raus, so die Unternehmerin, und es fehle ihr dafür auch jegliches Verständnis, so Heidi Klum. „Ich habe diese Size Zero-Sache (deutsche Kleidergröße 34, bzw. XXS, d. Red.) nie verstanden. Mit Size Zero existiert man doch gar nicht“, wird die Deutsche in „US Weekly“ zitiert. Selbst habe sie sich dem Mager-Trend schließlich schon immer widersetzt, auch wenn sie deshalb zu Beginn regelrecht um ihre Karriere kämpfen musste. „Ich bekam nicht viele Jobs, weil ich eine sportliche Figur hatte – große Oberweite, breite Hüften – und viel lächelte. (Body)-Positivität war damals nicht angesagt“, wird Klum zitiert.Sie habe deshalb auch viel einstecken müssen, so die heute 53-Jährige weiter. „Früher gab es Fotoshootings, bei denen Fotografen mich zum Weinen brachten. Sie sagten, ich würde meinen Job nicht gut machen, und andere meinten, ich sei zu dick. Größen wie Karl Lagerfeld bezeichneten mich als Niemand und fragten Dinge wie: Warum lächelt sie immer so dämlich?“, erinnert sie sich im Gespräch mit den Interviewern. „Man kann es nicht jedem recht machen“, sagt Klum selbstbewusstDennoch schaffte es die gebürtige Rheinländerin bekanntlich auf die Titelseiten damals angesagter Zeitschriften wie „Sports Illustrated“ (1998). Klum lief auch für die Dessousmarke „Victoria’s Secret“.Lesen Sie auch„Man kann es nicht jedem recht machen, und nicht jedem wird gefallen, was man tut – aber man muss in den Spiegel schauen und mit sich selbst zufrieden sein. Ich habe meine Nische gefunden, und siehe da: Ich bin immer noch hier“, zieht sie heute ein stolzes Fazit. Im Nachhinein fühle sie sich zudem bestätigt, so Klum. „Ich habe mich auch vorher schon wohlgefühlt. Die Leute sagten, ich sei dick, aber wenn ich in den Spiegel schaute, dachte ich nur: ‚Ich weiß beim besten Willen nicht, wovon die reden. Ich sehe nicht dick aus‘“, sagte sie.Lesen Sie auchIm Lauf der Jahre und insbesondere zu Beginn der Wechseljahre – über die Klum ebenfalls offenherzig spricht („Auf einmal ist mir immer heiß“) – habe sie dann auch zugenommen. In „Jeansgröße 24“ passe sie nun nicht mehr, heißt es in „US Weekly“ weiter. „Aber ich finde, mit zunehmendem Alter sieht man besser aus, wenn man nicht mehr so dünn ist. Mein Mann hat mich als Erster darauf aufmerksam gemacht.“Ehemann Tom Kaulitz (36 Jahre alt, „Tokio Hotel“) habe zu ihr gesagt: „Du solltest mehr essen; du würdest besser aussehen, wenn du etwas mehr auf den Rippen hättest.“ Das habe sie zunächst regelrecht umgehauen, so Klum weiter, denn eine solche Aussage sei für die Model- und auch Entertainment-Branche nun mal total unüblich. Doch wenn sie sich alte Fotos ansehe, müsse sie ihrem Mann (seit 2019 sind die beiden verheiratet) Recht geben: „Von den Proportionen her sehe ich mit etwas mehr Gewicht besser aus.“An dem Gebrauch von Abnehmspritzen wie Ozempic oder Mounjaro sei sie deshalb „überhaupt nicht interessiert“. Dasselbe gelte für das Antifaltenmittel Botox. Dennoch verurteile sie keine Frau, die sich dieser Mittel bediene, so das Fotomodell (aktuell posiert Klum für die Bikinimarke Calzedonia), denn: „Grundsätzlich sollte jeder tun, was er möchte. Das gilt auch für Ozempic. (...) Wenn man in den Spiegel schaut, mit etwas unzufrieden ist und es ändern möchte – dann sollte man es auch ändern.“ krott
Heidi Klum verteidigt ihre Gewichtszunahme: „Mit Size Zero existiert man doch gar nicht“ - WELT
Ja, sie habe in letzter Zeit zugenommen, sagt Model Heidi Klum. Sie fühle sich aber wohl, Schönheits-OPs oder Abnehmspritzen seien nichts für sie, so die 53-Jährige. Zumal sich einer über die Extrakilos freue: Ehemann Tom Kaulitz.








