KONTEXT:Wochenzeitung
Das Land Baden-Württemberg und der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart halten an der Opernsanierung fest. Also wird weitergeplant – in der Hoffnung, erhebliche Einsparpotenziale doch noch heben zu können. Jedenfalls auf dem Papier.
So prachtvoll wie marode: das Große Haus der Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Foto: Jens Volle
Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) sitzt ein Teil des Gemeinderats im Nacken, Landeskunstministerin Petra Olschowski (Grüne) sieht sich mit einem Koalitionspartner konfrontiert, der – O-Ton Manuel Hagel (CDU) – schon mal vorsorglich vor "Goldrandlösungen" warnt. Als hätten die jemals zur Debatte gestanden bei der Generalsanierung des 1912 erbauten Opernhauses, über die bald 30 Jahre diskutiert wird. Von vorangegangenen Landesregierungen und Gemeinderäten ist sie selbst in Zeiten sprudelnder Kassen nicht in trockene Tücher gebracht worden. Jetzt schauen die beiden paritätischen Träger der Staatstheater in leere Kassen. Und der Oper-Poker wird immer komplizierter. Denn schon vor acht Jahren, also vor Corona und Ukrainekrieg, war die stattliche Summe von einer Milliarde Euro veranschlagt worden. Inzwischen sind, wie die Stadt Stuttgart vorrechnet, allein die Baukosten um fast 50 Prozent gestiegen.






