PfadnavigationHomeRegionalesHamburgMordkommission ermitteltTatverdächtiger nach Messerangriff in Hamburg-Horn festgenommenStand: 09:52 UhrLesedauer: 2 MinutenEin schwer verletzter Mann bricht blutend an der Haltestelle Horner Rennbahn vor Fahrgästen zusammen: Erst wirkt alles wie eine Körperverletzung. Jetzt sitzt ein früherer Arbeitskollege des Opfers in U-Haft, es geht um Mord oder Totschlag mit einem Messer.Die Hamburger Polizei hat rund zwei Wochen nach einer Messerattacke an der Bushaltestelle Horner Rennbahn einen Tatverdächtigen festgenommen. Wie die Ermittler mitteilten, wurde ein 38 Jahre alter Mann am Donnerstagabend in Hamburg-Wilhelmsburg gefasst. Die Staatsanwaltschaft erwirkte Haftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.Die Tat ereignete sich in der Nacht zum 28. Juni. Ein 43-jähriger Mann war gegen 0.45 Uhr schwer verletzt im Bereich der Bushaltestelle aufgetaucht und kurz darauf vor mehreren Fahrgästen zusammengebrochen. Zeugen alarmierten umgehend die Rettungskräfte und versorgten den stark blutenden Mann bis zu deren Eintreffen. Er wurde mit mehreren Stichverletzungen in ein Krankenhaus gebracht.Lesen Sie auchZunächst war die Polizei von einer gefährlichen Körperverletzung ausgegangen. Die Verletzungen des Mannes galten als oberflächlich und nicht lebensgefährlich. Im Zuge der weiteren Ermittlungen verdichteten sich jedoch die Hinweise darauf, dass der Täter mit Tötungsabsicht gehandelt haben könnte. Daraufhin übernahm die Mordkommission die Ermittlungen.Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, schlugen die Ermittler am frühen Donnerstagabend zu. Einsatzkräfte der Unterstützungseinheit für erschwerte Einsatzlagen (USE) stürmten demnach einen Dönerladen in der Veringstraße in Wilhelmsburg und nahmen den mutmaßlichen Täter dort fest. Zielfahnder hätten den Mann zuvor an seiner Arbeitsstelle lokalisiert, nachdem seine Identität ermittelt worden war.Lesen Sie auchNach Informationen des „Hamburger Abendblattes“ handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen türkischen Staatsangehörigen, der ein früherer Arbeitskollege des Opfers gewesen sein soll. Im Anschluss an die Festnahme durchsuchten die Beamten auch die Wohnung des Beschuldigten. Ob dabei Beweismittel sichergestellt wurden, war zunächst unklar.Der 38-Jährige wurde in ein Untersuchungsgefängnis gebracht. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Ende Juni waren die Beamten davon ausgegangen, dass es sich um Streitigkeiten im Drogenmilieu gehandelt haben könnte. Davon ist aktuell aber nicht mehr die Rede.lno/juve