In dieser Folge des Podcasts „In aller Ruhe“ spricht Moderatorin Carolin Emcke mit Rachel Goldberg-Polin. Sie wurde nach dem Angriff der Hamas auf Israel und dem Ausbruch des Gaza-Kriegs zu einer der bekanntesten Aktivistinnen für die Freilassung der entführten Geiseln, unter denen sich auch ihr Sohn befand. Hersh Goldberg-Polin wurde am Morgen des 7. Oktober 2023 vom Nova-Musikfestival verschleppt und nach 328 Tagen in Gefangenschaft ermordet. Im Podcast erzählt Goldberg-Polin von ihrer Trauer und ihrem Schmerz, aber auch von der Liebe zu ihrem Sohn und dessen Leben.Hinweis: Das Gespräch wurde in englischer Sprache geführt.Rachel Goldberg-Polin, geboren 1969 in Chicago, lebt mit ihrer Familie in Jerusalem. Nach Hershs Entführung setzte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Jon international für die Freilassung aller Geiseln ein. Dazu kündigte sie ihren Job und reiste um die ganze Welt. Sie sprach unter anderem vor den Vereinten Nationen und mit dem Papst. In diesem Frühjahr erschien ihr Buch „When We See You Again“.Trauer bedeutet letztlich: Wir haben geliebtIm Gespräch mit Carolin Emcke spricht Rachel Goldberg-Polin über Hershs Leben, seine Empathie und seine Resilienz. Durch Gespräche mit zurückgekehrten Geiseln kann sich die Familie inzwischen einiges über seine Zeit in den Tunneln von Gaza erschließen. Etwa, dass Hersh seine Mitgefangenen immer wieder nach ihrem „Warum“ des Lebens gefragt und ihnen Mut gemacht hat. „In Momenten wie diesen finden wir heraus, wer jemand wirklich ist“, sagt die Mutter im Podcast. „Und über Hersh weiß ich das jetzt.“Carolin Emcke spricht mit Goldberg-Polin zudem über ihren Glauben und das Buch Hiob, über die Abwesenheit von Zorn oder Hass und ihre Liebe: „Und wenn wir ganz viel Glück haben, dann erleben wir Trauer. Denn das bedeutet letztlich, dass wir geliebt haben.“ Und nicht zuletzt sprechen sie auch über Hershs Lieblingsverein Werder Bremen.Das ganze Gespräch von Carolin Emcke und Rachel Goldberg-Polin hören sie frei verfügbar im Podcast, hier auf sz.de, in der SZ-Nachrichtenapp und auf Spotify.„When We See You Again“ ist Rachel Goldberg-Polins Versuch, die Welt an ihrer Trauer teilhaben zu lassen. S. Fischer Verlag, 288 Seiten, 24 Euro. S. FischerModeration, Redaktion: Carolin EmckeRedaktionelle Betreuung: Ann-Marlen HooltProduktion: Imanuel PedersenBildrechte Cover: Chen G. SchimmelSie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.