Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesRussland verhängt Exportverbot für DieselTrump will Ukraine Lizenz für Patriot -Raketen erteilenNato-Staaten versprechen Ukraine MilliardenbetragErneut russischer Angriff mit ballistischen Raketen auf KiewMoskau wehrt angeblich ukrainischen Großangriff abLuzia GeierSelenskij: Grundsatzeinigung mit USA über Produktion von „Patriot“-RaketenDie Ukraine und die USA machen auf politischer Ebene den Weg für Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen frei. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge sollen Lieferungen der PAC-3-Raketen in den kommenden Tagen eintreffen. Zudem liefen Gespräche mit der Regierung in Washington über die gemeinsame Produktion von Drohnen, sagt der Präsident nach seiner Rückkehr vom Nato-Gipfel in der Türkei. Selenskij äußerte sich nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über die künftige Zusammenarbeit. Zudem plane die Ukraine mit europäischen Verbündeten die Entwicklung eines eigenen, kostengünstigeren Raketenabwehrsystems, wozu in Kürze ein Treffen in Frankreich stattfinden solle, fügt Selenskij hinzu.Die Herstellung von Patriot-Raketen des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin in der Ukraine wäre vor allem in größerem Maßstab eine massive Herausforderung. Wie schwierig dies wäre, hängt davon ab, welchen Raketentyp eine neue Produktionslinie herstellen soll. Die Variante PAC-3 kann ballistische Raketen abfangen, kostet rund 5 Millionen Dollar pro Stück und zählt zu den weltweit modernsten Luftverteidigungswaffen. Sie wird derzeit nur an zwei Standorten produziert: in den USA und in Japan. „Der Bau einer Patriot-Rakete dauert Jahre. Das bedeutet, dass eine ukrainische Produktion dieser Raketen nicht innerhalb der kurzfristigen Zeiträume zustande kommen wird, in denen sie benötigt werden“, sagte Becca Wasser, Expertin für den Rüstungssektor bei Bloomberg Economics. „Außerdem lässt sich die Fähigkeit der Ukraine, Drohnen und Raketen schnell zu produzieren, wegen der strengen US-Technologiekontrollen möglicherweise nicht auf die Produktion von Patriot-Raketen übertragen.“ Die Lieferketten für die laufende Produktion stehen bereits unter Druck. Der Aufbau einer neuen Produktionslinie würde zudem spezielle Ausrüstung und Schulungen erfordern. Beides würde das Vorhaben zusätzlich verzögern.Warum Patriot-Raketen für die Ukraine so wichtig sind, lesen Sie hier:Russland meldet Brände in Energieanlagen Aus dem Süden Russlands werden mehrere Brände in Energieanlagen gemeldet. In Krasnodar sei nach einem Drohnenangriff ein Feuer in der Ölraffinerie Ilski ausgebrochen, teilen die Behörden der Region mit. In der Region Rostow wiederum ist die Feuerwehr nach Angaben der dortigen Behörden dabei, Brände in zwei Treibstofflagern sowie im Seehafen von Taganrog zu löschen. Das russische Verteidigungsministerium erklärt, die Luftverteidigung habe in der Nacht 376 ukrainische Drohnen abgeschossen.Russische Saratow-Raffinerie stoppt nach Drohnenangriff offenbar Betrieb Die russische Ölraffinerie Saratow stellt Insidern zufolge nach Schäden durch einen Drohnenangriff die Verarbeitung ein. Die Drohnen hätten die einzige Rohöldestillationsanlage des Werks getroffen, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das ukrainische Militär erklärt, es habe die Raffinerie angegriffen. Eine Stellungnahme des Eigentümers Rosneft liegt zunächst nicht vor. Das Werk machte im Jahr 2024 mit 5,8 Millionen Tonnen verarbeitetem Öl 2,2 Prozent der gesamten russischen Verarbeitungsmenge aus. Dabei produzierte es 1,2 Millionen Tonnen Benzin, 1,9 Millionen Tonnen Diesel und eine Million Tonnen Heizöl. Ukrainische Ermittler: Keine Hinweise für staatliche Beteiligung an Nord-Stream-Anschlägen Im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines hat die Generalstaatsanwaltschaft in Kiew deutsche Mutmaßungen über eine Beteiligung staatlicher Stellen in der Ukraine zurückgewiesen. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die Ukraine, ihre Behörden oder einzelne Amtsträger an den Explosionen in der Ostsee im September 2022 beteiligt gewesen seien oder entsprechende Anweisungen erteilt hätten, erklärte die Strafverfolgungsbehörde am Donnerstag. Für weitere Untersuchungen schlug sie die Einrichtung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe mit Deutschland vor. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, und Erkenntnisse würden weiterhin gesammelt und geprüft.Die Bundesanwaltschaft in Deutschland vermutet staatliche ukrainische Stellen hinter den Anschlägen. Sie hatte in der vergangenen Woche Anklage gegen den ehemaligen ukrainischen Offizier Serhij K. unter anderem wegen Mittäterschaft an einem Kriegsverbrechen erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, im Auftrag nicht näher genannter ukrainischer Staatsorgane gehandelt zu haben. Ziel sei es gewesen, die Gaslieferungen dauerhaft zu unterbinden und so die Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine zu schwächen.Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier:Melnyk: Trumps "Patriot"-Zusicherung hat große Signalwirkung Der frühere Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, begrüßt die Zusicherung von US-Präsident Donald Trump, seinem Land die Lizenz für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen zu geben. „Die Signalwirkung ist sehr stark für uns, für die Russen, auch für die gesamte Welt, dass die Ukraine auch weiterhin so stark, so massiv unterstützt wird“, sagte Melnyk im ZDF-„Morgenmagazin“ mit Blick auf Trumps Ankündigung sowie beim Nato-Gipfel in Ankara versprochene neue Militärhilfen in Milliardenhöhe.Als problematisch betrachtet der heutige ukrainische UN-Botschafter jedoch, dass es noch Monate oder gar Jahre dauern werde, bis die Ukraine die Abwehrraketen produzieren könne. Dabei benötige man sie schon heute, betonte er. Der letzte Monat sei der tödlichste Monat überhaupt für die Zivilisten in der Ukraine gewesen: Fast 300 Menschen seien bei russischen Raketenbeschüssen getötet worden.Erneut Ölanlagen in Russland unter BeschussUkrainische Kampfdrohnen haben in der Nacht zwei Öldepots in Russland in Brand gesetzt. „In der vergangenen Nacht ist in Twer infolge der Abwehr eines Drohnenangriffs ein Feuer in einem der Reservoirs der „Ölbasis Twer“ ausgebrochen“, teilte der Gouverneur der Region, Witali Koroljow, russischen Nachrichtenagenturen zufolge mit. Die Feuerwehr ist seinen Angaben nach noch beim Löschen. Zeitgleich ging auch in der südrussischen Region Stawropol ein Öldepot in Flammen auf. Der dortige Gouverneur Wladimir Wladimirow schrieb bei Telegram zunächst von einem Brand in einem nicht näher benannten Industrieobjekt der Ortschaft Wjasniki, wenige Kilometer nördlich der Gebietshauptstadt. Später räumte er ein, dass die Flammen sich ausgeweitet hätten. „Das Feuer hat die Reservoirs mit Brennstoff erreicht“, teilte er mit. Aus Sicherheitsgründen müssten die Menschen in den anliegenden Straßenzügen in Sicherheit gebracht werden.Russland: Ukrainischer Drohnenangriff auf Tanker im Asowschen MeerDie Ukraine hat erneut die russische Energieinfrastruktur attackiert. Im Asowschen Meer seien bei einem ukrainischen Drohnenangriff zwei Tanker in Brand geraten, teilt der Gouverneur der südrussischen Region Rostow, Juri Sljusar, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Die Besatzungen der Schiffe seien in Sicherheit gebracht worden. Auf beiden Schiffen seien Brände ausgebrochen, das Feuer auf einem Schiff sei rasch gelöscht worden. Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Ukraine nach eigenen Angaben mehrere Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte in der Region attackiert, mit denen die Führung in Moskau versucht, westliche Sanktionen zu umgehen. Zudem geriet in der nordwestlichen Region Twer nach Angaben der Behörden ein Öllager nach einem Drohnenangriff in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle, erklärte Regionalgouverneur Witali Koroljow. Insgesamt fing die Luftabwehr in der Nacht dem Verteidigungsministerium zufolge 73 ukrainische Drohnen ab.Tote bei Raketenangriff auf OdessaIn der südukrainischen Hafenstadt Odessa sind mindestens vier Menschen bei einem russischen Raketenschlag getötet worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Millionenstadt, Serhij Lyssak, bei Telegram mit. Bei dem Angriff wurde demnach nicht genannte Infrastruktur beschädigt. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor ballistischen russischen Raketen gewarnt. Russland verhängt Exportverbot für DieselDie Ukraine hat verstärkt die russische Ölindustrie ins Visier genommen – und das hat Folgen: Russland verhängt ein Exportverbot für Diesel und beginnt mit dem Import von Kraftstoff, um Engpässe im Inland zu bekämpfen. Wegen Terrorangriffen auf Energieanlagen seien einige Raffinerien beschädigt und die Benzinproduktion gedrosselt worden, sagt Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak. Die Lage an den Tankstellen sei angespannt und die Bevölkerung besorgt. Um die Versorgung zu sichern, deckele die Regierung zudem die Kraftstoffpreise an den Rohstoffbörsen und fahre die Produktion von Kraftstoffen geringerer Qualität hoch.Tote durch russische Drohnenangriffe in KiewIn der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind durch russische Drohnenangriffe im Laufe des Tages mindestens drei Menschen getötet worden. Weitere zehn Menschen seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Am Ostufer der Stadt gab es demnach Einschläge in ein Hochhaus und unweit einer Gasverteilstation. Bereits in der Nacht wurde die Dreimillionenstadt von Russland mit ballistischen Raketen angegriffen. Am Mittwoch herrschte auch aufgrund ständiger russischer Drohnenanflüge mehr als sechs Stunden Luftalarm. Lorenz ZeckTrump will Ukraine Lizenz für Patriot-Raketen erteilenUS-Präsident Donald Trump will der Ukraine eine Lizenz zum Bau von Patriot-Abwehrraketen erteilen. So könnte sich die Ukraine nicht beschweren, dass die USA ihnen nicht genug solcher Lenkflugkörper gebe. "Wir haben das Unternehmen noch nicht darüber informiert, aber das wird schon gut gehen", fügte er hinzu.Für Selenskij wäre das ein großer Erfolg. Mehrere Wochen lang hat er angesichts verheerender russischer Angriffe für eine eigene Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in der Ukraine und die Vergabe einer entsprechenden Lizenz geworben.Zudem kündigt Trump ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin an. Putin wünsche sich ein baldiges Treffen in Moskau, sagt Trump. „Wir üben großen Druck auf Präsident Putin aus“, so der US-Präsident. „Ich glaube nicht, dass ihm gefällt, was gerade vor sich geht. Ich glaube nicht, dass er von den aktuellen Entwicklungen begeistert ist.“ Sowohl Russland als auch die Ukraine wollen Trump zufolge eine Beilegung des Konflikts. Die USA arbeiteten laut Trump an einer Sicherheitsgarantie für die Ukraine. "Wir haben eine gute Beziehung aufgebaut", sagt Trump über sich und Selenskij.Lorenz ZeckNato-Staaten versprechen Ukraine MilliardenbetragDie von Russland angegriffene Ukraine hat beim Nato-Gipfel in Ankara eine neue Zusage für milliardenschwere Militärhilfen erhalten. Für dieses Jahr sagen Verbündete 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung zu. Darauf hatten sich die 32 Staaten schon vergangenen Freitag geeinigt. 2027 soll die Militärhilfe mindestens auf diesem Niveau fortgesetzt werden, wie aus der am Nachmittag von den Staats- und Regierungschefs angenommenen Gipfelerklärung hervorgeht.Lorenz ZeckZwei russische Raffinerien brennen nach DrohnenangriffenDie ukrainische Armee hat Russland erneut mit Drohnenangriffen bis tief ins Hinterland überzogen und dabei auf die Ölindustrie des Gegners gezielt. In den Raffinerien von Saratow an der Wolga und Nischnekamsk in Tatarstan brachen Brände aus, wie ukrainische und russische Telegramkanäle berichteten.In Saratow knapp 800 Kilometer von der Ukraine entfernt wurde nach Angaben von Gouverneur Roman Bussargin ein Mann getötet. Er bestätigte ansonsten nur Schäden an der zivilen Infrastruktur. Nischnekamsk liegt etwa 1200 Kilometer von ukrainischem Gebiet entfernt.Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, bis zum Morgen seien über russischem Gebiet 415 feindliche Drohnen abgefangen worden. Solche Zahlen sind nicht unabhängig überprüfbar, sie deuten aber auf einen großen Angriff hin. Ein Brand wurde auch von einem Militärflugplatz im Gebiet Woronesch südlich von Moskau gemeldet.Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben außerdem neun Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte im Asowschen Meer mit Drohnen angegriffen. Die Zahl der erfolgreichen Angriffe auf diese Schiffe in den vergangenen 72 Stunden steige damit auf 19, teilt der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.Merz: „Russland hat keine Chance“ Bundeskanzler Friedrich Merz sagt der Ukraine beim Nato-Gipfel in Ankara weitere Unterstützung zu und schließt einen für Russland erfolgreichen Verlauf des Kriegs aus. „Wir werden der Ukraine weiter helfen“, sagt Merz vor Beginn von Beratungen der 32 Staats- und Regierungschefs der Allianz. „Russland hat keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen", betont der Kanzler. „Sie werden die Kriegsziele nicht erreichen, und je schneller wir diesen Krieg beenden, umso besser ist es für Europa, umso besser ist es für Russland und umso besser ist es für den Frieden in der Welt.“Erneut russischer Angriff mit ballistischen Raketen auf KiewWährend in der Türkei der Nato-Gipfel begonnen hat, ist die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut von Russland mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Kurz nach Mitternacht Ortszeit erschütterten mehrere Explosionen die Dreimillionenstadt. Im Zentrum Kiews war Brandgeruch spürbar, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte bei Telegram über mehrere Brände in zwei Stadtteilen. Der Luftalarm wurde erst mit Verzögerung nach den ersten Explosionen ausgelöst. Nach Angaben des Rettungsdienstes ist bei dem nächtlichen Angriff eine Frau getötet worden. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.Auch die ostukrainische Großstadt Charkiw wurde Behördenangaben zufolge in der Nacht angegriffen. In zwei Bezirken wurden Raketeneinschläge registriert, wie Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mitteilte. Mehr als zehn Häuser seien beschädigt worden.Heute werden Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij und US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara erwartet. Selenskij will vor allem größere Lieferungen dringend benötigter Patriot-Flugabwehrraketen zur Abwehr russischer ballistischer Raketen erreichen. Binnen einer Woche wurde Kiew bereits zum dritten Mal vom russischen Militär mit derartigen Raketen angegriffen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine News: USA liefert Ukraine in den kommenden Tagen „Patriot“-Raketen
Washington und Kiew seien sich über eine eigene Lizenz für die Ukraine einig, sagt Selenskij.








