PfadnavigationHomeSportTour de FranceRippenbrüche, Gehirnerschütterung, Aufgabe – der folgenschwere Sturz im Gelben TrikotStand: 01:01 UhrLesedauer: 2 MinutenWenn Freud und Leid nur eine Serpentine auseinanderliegen: Torstein TraeenQuelle: JEFF PACHOUD/AFPTorstein Traeen sorgte für einen historischen Moment, als er sich am Dienstag überraschend das Gelbe Trikot sicherte. Zwei Tage später stürzte der Norweger auf der Abfahrt vom Tourmalet und kann die Tour de France nicht mehr fortsetzen. Ein Drama.Nach seinem Sturz im Gelben Trikot endet das magisch begonnene Abenteuer des Norwegers Torstein Traeen (Uno-X) bei der Tour de France dramatisch. Der 30-Jährige muss bei der 113. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt wegen der Folgen seines Unfalls aufgeben. Bei Traeen wurden mehrere Rippenbrüche und eine Gehirnerschütterung diagnostiziert, heißt es in einer Mitteilung seines Rennstalls.„Das ist wirklich nicht das Ende, das wir uns für dieses gelbe Abenteuer gewünscht haben“, sagte Team-Geschäftsführer Thor Hushovd. Traeen habe der Mannschaft einen „historischen Moment beschert“. „Darauf werden wir immer stolz sein. Nach den weiteren Untersuchungen war jedoch klar, dass er nicht weitermachen kann.“Der Profi, der in der Vergangenheit erfolgreich Hodenkrebs besiegt hatte, übernahm auf der vierten Etappe überraschend das Gelbe Trikot des Gesamtführenden von Superstar Tadej Pogačar. Er trug es zwei Tage.Traeens fataler FlüchtigkeitsfehlerDoch dann konnte Traeen schon früh Pogačar nicht mehr folgen auf der schwierigen Bergetappe in den Pyrenäen. Er stürzte bei der Abfahrt vom Col du Tourmalet, als er seinem Teamkollegen in einer Kurve unachtsam ins Hinterrad fuhr, und musste behandelt werden. Er konnte zunächst weiterfahren, kam aber erst eine halbe Stunde nach Tagessieger Pogačar im Ziel an.Pogačar erwähnte Traeen in den Siegerinterviews. „Ich habe gehört, dass Torstein gestürzt ist. Ich hoffe, dass es ihm gut geht. Mir wäre es lieber gewesen, er hätte das Trikot behalten“, sagte er.Trost hätten wohl auch seine sportlichen Konkurrenten vertragen können. Pogačar demoralisierte seine direkten Rivalen geradezu und ist schon jetzt wieder der klare Spitzenreiter der 113. Tour de France – und das schon nach der sechsten Etappe.Der Weltmeister siegte bei der Bergankunft nach der ersten Hochgebirgsetappe samt souveräner Überquerung des ikonischen Col du Tourmalet nach 186,2 Kilometern zwischen Pau und Gavarnie-Gédre mit 2:38 Minuten Vorsprung auf seinen Dauerrivalen Jonas Vingegaard. Teamkollege Isaac del Toro wurde Dritter.lwö