Für das umkämpfte Zalando-Logistikzentrum in Erfurt ist ein millionenschwerer Sozialplan vereinbart worden - 2.100 Menschen verlieren ihre Arbeit. Nach monatelangem Tauziehen musste ein Spruch der Einigungsstelle gefällt werden, weil sich Management und Betriebsrat bis zuletzt nicht einigen konnten, teilte der Betriebsrat mit. Ein Unternehmenssprecher bestätigte den Abschluss eines Sozialplans.
Er regelt vor allem die Abfindungen für die Arbeitnehmer, die von der Schließung des Logistikzentrums betroffen sind. Es bleibe bei dem Termin Ende September, sagte ein Unternehmenssprecher. Gescheitert sind nach Angaben beider Seiten die Verhandlungen über einen Interessenausgleich.
Transfergesellschaft gescheitert
Die Finanzierung einer Transfergesellschaft, die Beschäftigten Unterstützung beim Übergang in eine andere Arbeit geben sollte, sei von Zalando verweigert worden. Das Unternehmen sei nicht bereit gewesen, dafür zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Betriebsrat nannte das Verhalten des Unternehmens „beschämend“.
Trotz Protesten von Betriebsrat, Gewerkschaften, Belegschaft und Kritik unter anderem der Thüringer Landesregierung hielt der Internet-Modehändler stets an der Entscheidung fest, den Standort Erfurt aufzugeben. Die Schließung des Standorts hatte Zalando Anfang des Jahres angekündigt. Ende September soll im Erfurter Logistikzentrum endgültig Schluss sein.












