Gesunde Beine, gerader Rücken, so wird man in Niedersachsen auf dem Heidschnuckentag in Müden an der Örtze zum schönsten aller Heidschnuckenböcke gekürt. »Mister Müden« ist in diesem Jahr ein 80 Kilogramm schweres Jungtier aus Neuenkirchen im Heidekreis. Großgezogen hat das Tier der Züchter Franz Butz auf seinem Hof in der Hüte-Stammherde.Heidschnucken sind die Symboltiere der Lüneburger Heide, sie gelten als genügsam. Der Lüneburger Heidschnucken-Verband schätzt, dass in Niedersachsen 10.000 der Schafe leben. Früher waren sie die wichtigste Nutztierart, die Schnucken werden vor allem in der Landschaftspflege eingesetzt. Die graue gehörnte Schnucke ist eine gefährdete Nutztierrasse. Ihre Haltung sei eine wichtige Arbeit zum Erhalt der Kulturlandschaft, sagte die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte bei ihrem Rundgang. »Es geht darum, dass wir fördern, unterstützen müssen«.
In Müden kürt eine Kommission des Lüneburger Heidschnucken-Verbands jedes Jahr die schönsten und fittesten Tiere, anschließend werden sie versteigert. Nur die besten Jährlingsböcke werden zur Auktion zugelassen. In diesem Jahr wurden sie aus den etwa 1800 bis 1900 geborenen Bocklämmern der mehr als 20 Zuchtbetriebe ausgewählt.Zu den Auswahlkriterien zählen neben der Beinstellung und dem Rücken auch das Gewicht, das äußere Erscheinungsbild, die Abstammung, der allgemeine Wuchs, die Hornstellung, die Muskeln sowie die Woll- und Fellqualität. Die gesunden Beine sind wichtig, da Schnucken oft weite Wege zurücklegen müssen. Das Fell am Kopf muss immer schwarz sein.







