Vergangene Woche, die Stimmung am Flughafen Frankfurt ist schon um 7.30 Uhr in der Früh dahin. „Haben Sie etwa ein Foto gemacht?“, raunzt der Sicherheitsmitarbeiter den in einer sich vorne nicht bewegenden und hinten anwachsenden Schlange wartenden Passagier an. „Ja.“ „Löschen, sofort, auch aus dem Ordner mit den gelöschten Fotos. Das ist ein Sicherheitsbereich!“ In Ordnung, sagt der Passagier, tut wie ihm geheißen und spricht: „Dann machen Sie halt Ihren Job.“Leichter Tumult, auf dem Foto wäre eine Menschentraube bis zum Horizont zu sehen gewesen. Verzweifelte Passagiere drängeln, sie laufen Gefahr, ihr Flugzeug zu verpassen. Der Mann gibt den sachdienlichen Hinweis, man müsse eben drei Stunden vor Abflug da sein. Als er das Rolltor des an dieser Stelle einzigen geöffneten Bereichs herunterlässt (Schichtwechsel, nebenan polizeiliche Maßnahme), machen sich Fassungslosigkeit und Verzweiflung breit.Auch in Berlin und Hamburg gibt es ProblemeEin Vorgesetzter tritt heraus, sagt, es werde gleich wieder geöffnet, holt Familien mit quengelnden Kindern nach vorn, Explosion vermieden. Es sei echt eine „Scheißsituation“, entfährt es ihm, keine Leute, keiner habe mehr Lust auf Arbeit. „Die kommen her und sind nach vier Wochen wieder weg.“Das klingt nach Lose-lose-Situation, die Lage scheint nicht nur in Frankfurt immer mal wieder aus dem Ruder zu laufen, auch von Hamburg oder Berlin melden Kollegen Frust und Konflikte.Zur Wahrheit gehört freilich, dass moderne Scanner eine echte Verbesserung sind, wenn nichts mehr aus dem Handgepäck geholt werden muss. Den an sich innovativen, in der Praxis aber depperten Personenscanner von Rohde & Schwarz am Lufthansa-Terminal in Frankfurt mal ausgenommen, wo die Leute immer dreimal durchlaufen müssen, bis er grünes Licht gibt.Jetzt startet die Urlaubszeit, da müsste so ein Flughafen sich ja drauf einstellen können. Wunsch der Woche: gute Planung, null Schlange, ruhig Blut, viel Vorfreude.