Roberto Serrano, Wirtschaftsprofessor an der US-amerikanischen Brown University in Providence im Bundesstaat Rhode Island, hat im Frühjahrssemester 2026 massive Betrugsfälle in seinem Kurs aufgedeckt. Wie das Fachportal Inside Higher Ed berichtet, nutzte mutmaßlich die Mehrheit seiner Klasse generative künstliche Intelligenz, um bei einer Zwischenprüfung Bestnoten zu erzielen.Anzeige
Der Vorfall rückt die fundamentalen Schwächen aktueller Prüfungsformate ins Zentrum der hochschulpolitischen Debatte. Zugleich zeigt die zögerliche Reaktion der Universitätsverwaltung, wie unvorbereitet akademische Institutionen auf den systematischen Einsatz von Systemen wie ChatGPT durch ihre Student:innen reagieren.
Aus Mitgefühl in die Betrugsfalle
Der Ausgangspunkt dieser Entwicklung war eine tragische Ausnahmesituation an der Ostküsten-Universität. Nach einem tödlichen Amoklauf auf dem Campus im Dezember 2025, bei dem zwei Menschen starben, wollte Serrano seinen traumatisierten Student:innen entgegenkommen.Anzeige
Er wandelte die normalerweise im Hörsaal geschriebene Zwischenprüfung seines anspruchsvollen Kurses für mathematische Wirtschaftswissenschaften in eine unbeaufsichtigte Hausarbeit um. Wie die spanische Tageszeitung El País schreibt, meldeten sich daraufhin ungewöhnlich viele Interessent:innen für den Kurs an, was in der Rückschau als erstes Indiz für den geplanten Betrug gewertet werden kann.











