Die deutsche Musikindustrie setzt dem Aufstieg der AfD hohle Selbstoptimierung entgegen. Wollen wir diesem Genöle noch lange zuhören?

Christian Meyerholz (r.) und Christoph Erkes von KitschKrieg

Jan Woitas/picture alliance

V or einigen Wochen tauchten in meinem Viertel Aufkleber mit dem Slogan „Du bist gut genug“ auf. Sie prangten so ziemlich überall, und daher dachte ich erst, dass sich eine hippieske Person an Ampelmasten und Straßenschildern ausagiert hat.

Irgendwann stand ich dann an einer Straßenecke und bemerkte, dass diejenigen, die „Gut genug“ stickern, die ungeschriebenen Gesetze des Stickerns ignorieren. Man überklebt nämlich nur dann andere Aufkleber, wenn man deren Aussage nicht teilt, etwa, wenn An­hän­ge­r:in­nen des Fußballstadtrivalen sich verewigen, oder wenn Sticker auf Termine hinweisen, die bereits in der Vergangenheit liegen.