Die fünf Männer sollen Teil einer Bande sein, die mehr als 700 Menschen illegal nach Deutschland gebracht hat. Die Behörden schätzen ihren möglichen Gewinn auf mehrere Millionen Euro. Geschleuste sagten laut den Behörden aus, für den Weg von Serbien nach Deutschland im Durchschnitt 3000 Euro gezahlt zu haben.Die Verdächtigen sind syrische und libanesische Staatsbürger im Alter zwischen 25 und 45 Jahren. Sie werden von den Ermittlern der Führungsebene der kriminellen Organisation zugerechnet und sollen für Schleusungen von insgesamt 164 Menschen zwischen Oktober 2023 und März 2024 verantwortlich sein.

Ausgangspunkt der Ermittlungen soll 2023 ein Vorfall gewesen sein, bei dem 30 Menschen auf Ladeflächen von Kleintransportern und Lastwagen in der Region Passau in Niederbayern in Lebensgefahr gebracht worden seien. Zwei Mitglieder der Bande wurden laut Pressemitteilung an Landgerichten in Landshut und Passau bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Vier weitere Mitglieder seien in Griechenland, Österreich, Slowenien und dem Kosovo in Untersuchungs-, Straf- und Auslieferungshaft.

Die vier in Deutschland festgenommenen Männer sollen nun den jeweiligen Ermittlungsrichtern vorgeführt werden, um über eine mögliche Untersuchungshaft zu entscheiden. Die Staatsanwaltschaft Landshut kündigte an, sich um die Auslieferung des in der Schweiz festgenommenen mutmaßlichen Schleusers zu kümmern.Die deutsche Polizei jagt Schlepperbanden auf der Balkanroute. Warum die Drahtzieher kaum zu schnappen sind, lesen Sie hier .