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Als der ICE 601 am Montag um 12.41 Uhr den Hamburger Hauptbahnhof verlässt, ploppt im DB Navigator die Nachricht auf: »Vorübergehend verminderte Geschwindigkeit auf der Strecke«. Der Zug wird deshalb zehn Minuten länger für seine Fahrt nach Berlin benötigen. Andere Fahrgäste hat es auf der Strecke in den vergangenen zwei Wochen sogar noch härter getroffen, Verspätungen von 60 Minuten waren keine Seltenheit.
Wie kann das sein? Der 280 Kilometer lange Abschnitt ist schließlich gerade erst aufwendig saniert worden. Zehneinhalb Monate hatte die Deutsche Bahn die Strecke zwischen Hamburg und Berlin gesperrt, um Gleise, Weichen, Oberleitungen und Stellwerke auszutauschen. Reisende mussten deshalb einen Umweg nehmen, die Fahrt dauerte eine Stunde länger. Doch das sollte sich langfristig auszahlen. »Wir machen Deutschlands wichtigste Städtedirektverbindung zum Stabilitätsanker für einen zuverlässigen Eisenbahnverkehr«, versprach Philipp Nagl, der Chef der Infrastruktursparte der Deutschen Bahn, beim Baustart im vergangenen Juli.






