Die Nachfrage nach Studienkrediten ist wieder deutlich gestiegen, wie eine Marktanalyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Zusammenarbeit mit dem »Handelsblatt« zeigt. Insgesamt gab es mehr als 15.200 Neuverträge im vergangenen Jahr, 2024 waren es noch rund 13.000. Das ist ein Anstieg von mehr als 17 Prozent. Damit ist ein Abwärtstrend beendet, der – ausgenommen einmalige Corona-Sondereffekte – mehr als zehn Jahre anhielt.
Überraschend ist laut CHE die Entwicklung beim zweitgrößten Anbieter. Der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes verzeichnete 2025 insgesamt rund 4600 Neuabschlüsse. Im Vorjahr waren es 3300. Das entspricht einer Steigerung um fast 40 Prozent. Der KfW-Studienkredit kam im vergangenen Jahr auf knapp 8000 Neuverträge und konnte seine Absatzzahlen um elf Prozent steigern.Günstige Zinssätze locken Studierende an»Der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes ist kein spektakuläres Hochglanzprodukt, sondern ein ziemlich unscheinbares, überschaubares, aber eben auch grundsolides Angebot«, sagt Ulrich Müller, der Autor der Auswertung . »Dass der Bildungskredit nach einem Jahrzehnt sinkender Nachfrage diese enormen Steigerungsraten erreicht, ist erstaunlich. Ein wesentlicher Grund dürfte der attraktive Zinssatz sein.«







