SPD: Deutsche Soldaten für Hormus-Mission abziehenNach den abermaligen Angriffen der USA auf Iran fordert die SPD, die Bundeswehrsoldaten nach Hause zu holen, die in die Region entsandt worden sind für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. „Die Lage im Iran entspannt sich nicht. Im Gegenteil, sie verschärft sich weiter“, sagte die für Außen- und Verteidigungspolitik zuständige stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller der F.A.Z. Die Aufgabe der vereinbarten Waffenruhe lasse befürchten, dass die Kampfhandlungen wieder zunähmen. „Damit rücken auch die Voraussetzungen für einen möglichen deutschen militärischen Beitrag zu einer Mission in der Straße von Hormus weiter in die Ferne“, sagte Möller. „Unsere Soldatinnen und Soldaten, die derzeit in Dschibuti auf ihren möglichen Einsatz warten, haben Klarheit verdient“, forderte Möller. „Deshalb sollten sie vorerst aus der Region abgezogen werden.“ Die Bundesregierung hatte das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ in die Region geschickt, um dort für einen internationalen Einsatz zur Räumung von Minen bereitzustehen. Allerdings hatte die Bundesregierung auch klargemacht, dass es dafür ein Ende der Kampfhandlung brauche, ein internationales Mandat und mindestens eine Akzeptanz des Einsatzes von iranischer Seite. All das allerdings ist nicht absehbar, ebenso wenig wie ein nötiges Bundeswehrmandat. US-Präsident Donald Trump hatte sich auf dem NATO-Gipfel in Ankara abermals beschwert, dass ihm die Verbündeten nicht geholfen hätten beim Irankrieg und in der Straße von Hormus.„Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Deutschland seinen Beitrag grundsätzlich nicht leisten will“, sagte Möller der F.A.Z. „Sobald eine stabile Waffenruhe und die Aussicht auf Zustimmung der betroffenen Anrainerstaaten vorliegen, kann die Marine jederzeit wieder in die Region entsandt werden. Bis dahin sollten wir unsere Soldatinnen und Soldaten nicht weiter warten lassen.“ Der Irankrieg flammt wieder auf – hier sehen Sie, wo es in der Nacht Angriffe gab: Zugverkehr auf wichtiger Bahnstrecke unterbrochenIn Iran ist der Zugverkehr nach den nächtlichen Angriffen auf einer wichtigen Strecke unterbrochen worden. Nach der Bombardierung auf einen Abschnitt der Bahnstrecke Teheran-Maschhad haben Personenzüge ihre Fahrten eingestellt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Es werde daran gearbeitet, die Strecke so schnell wie möglich zu reparieren.Die Fahrt von der iranischen Hauptstadt Teheran in die nordöstliche Millionenmetropole Maschhad dauert in der Regel 11 Stunden. Heute soll dort der Ende Februar getötete oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei bestattet werden. Ob von der Sperrung der Strecke auch Anhänger betroffen waren, die nach Maschhad reisen, war zunächst unklar. Aus Sicherheitsgründen sind am Donnerstag Flüge über die Pilgerstadt untersagt. Teheran: 14 Tote durch amerikanische AngriffeBei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. 78 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt, wie der Pressedienst der Regierung mitteilte. Demnach werden immer noch 47 Verwundete in Krankenhäusern behandelt. Der Iran meldete Angriffe in fünf Provinzen.Kaum Schiffsverkehr durch die Straße von HormusDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist am Donnerstag nahezu zum Erliegen gekommen, nachdem die USA Iran den zweiten Tag in Folge angegriffen haben. Die Ölpreise setzten ihren Anstieg fort. Brent verteuerte sich um bis zu 1,5% auf mehr als 79 Dollar je Barrel, nachdem der Preis am Mittwoch bereits um mehr als 5% gestiegen war. West Texas Intermediate notierte nahe 74 Dollar. Vanessa AngermannUSA fliegen weitere Angriffe auf Iran – Golfstaaten unter BeschussDie USA haben im Streit mit Iran um die Straße von Hormus in zweiter Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik bombardiert. Es seien entlang der iranischen Küste rund 90 militärische Ziele, darunter Flugabwehrsysteme, Küstenüberwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenlager getroffen worden, teilte das US-Militär mit. Irans Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht des Landes - griffen nach eigenen Angaben im Gegenzug abermals US-Stützpunkte in den beiden mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain an. US-Präsident Donald Trump drohte Iran noch heftigere Angriffe an. Die Attacken des US-Militärs seien Vergeltungsmaßnahmen für von Iran beschossene Schiffe, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. „Sollte sich so etwas wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!“ Das zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte unterdessen in den frühen Morgenstunden mit, dass die neue Angriffswelle abgeschlossen sei. Irans Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb am frühen Morgen auf der Plattform X: „Amerika hat noch immer nicht begriffen, dass Einschüchterung und Wortbruch nicht mehr folgenlos bleiben. Um es ganz deutlich zu sagen: Wenn ihr zuschlagt, werdet ihr selbst getroffen.“ Laut dem regierungstreuen Sender Press TV forderte Teheran den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nach den abermaligen „großangelegten“ US-Angriffen zu sofortigem Handeln auf und warnte Washington vor den Konsequenzen.Der Golfstaat Kuwait geriet daraufhin in der zweiten Nacht in Folge unter Beschuss. Die Luftabwehr wehre Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee mit. Details gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten wie in der Nacht zuvor die Alarmsirenen. Beide Länder beherbergen US-Militärbasen, die nur wenige Hundert Kilometer von Iran entfernt liegen.Vanessa AngermannDeutsche Außenpolitiker warnen vor Folgen neuer EskalationNach dem jüngsten Bruch der Waffenruhe zwischen USA und Iran erwarten Außenpolitiker von Regierung und Opposition, dass der Konflikt noch lange mit weitreichenden Folgen für die Weltwirtschaft anhält. Es sei kein Ende der Unsicherheit und Unberechenbarkeit im Nahen Osten zu erwarten, sagte der CDU-Politiker Norbert Röttgen der „Augsburger Allgemeinen“. Dies habe nicht nur erhelbliche negative Folgen in der Region, sondern auch „für unsere Wirtschaft und Sicherheit“.Auch der Grünen-Politiker Anton Hofreiter sagte der Zeitung: „Wir müssen uns auf einen lang anhaltenden Konflikt und dauerhaft hohe Ölpreise einstellen.“ Die Auseinandersetzung sei „noch lange nicht beigelegt“.Vanessa AngermannKuwait wieder unter Beschuss - Sirenengeheul auch in BahrainDer Golfstaat Kuwait ist laut örtlichen Armeeangaben in der zweiten Nacht in Folge unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht.Auch in Bahrain heulten wie in der Nacht zuvor wieder die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.Vanessa AngermannBerichte: USA greifen Eisenbahnbrücke in Iran anDas US-Militär hat Medienberichten zufolge in der Nacht auch eine Eisenbahnbrücke im Nordosten Irans bombardiert. Mehrere Geschosse hätten die in der Provinz Golestan gelegene Brücke getroffen, berichtete der Staatssender Irib auf der Plattform X. Nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV ist es der erste Angriff in der Region seit Beginn der Waffenruhe im April. Der gut vernetzte Journalist Barak Ravid schrieb auf X unter Berufung auf einen US-Beamten, dass im Zuge der abermaligen Angriffswelle des US-Militärs zwei Eisenbahnbrücken in Iran bombardiert worden seien.Vanessa AngermannTrump: Iran will weiterhin „unbedingt“ ein AbkommenIran will nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump weiterhin ein Friedensabkommen. „Sie haben vor kurzem angerufen, sie wollen unbedingt ein Abkommen abschließen“, behauptete Trump auf dem Rückflug vom NATO-Gipfel nach Washington. Er sei sich allerdings nicht sicher, ob sie eines Abkommens würdig seien oder ob sie sich an eines halten würden.Auf die Frage einer Journalistin, warum die iranische Führung Handelsschiffe angreife, wenn sie doch an einem Abkommen interessiert sei, sagte Trump: „Weil ... sie etwas verrückt sind.“Vanessa AngermannPakistan fordert USA und Iran zu Zurückhaltung aufDer Vermittlerstaat Pakistan hat die USA und Iran angesichts der abermaligen militärischen Eskalation zu Zurückhaltung aufgerufen. „Ein abermaliger Konflikt liegt in niemandes Interesse“, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums.Vanessa AngermannBerichte über Explosionen in IranNach Beginn der neuen Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele in Iran melden örtliche Medien Explosionen in mehreren Gebieten entlang der Küste des Landes. Unter anderem gab es mehrere Detonationen im Bereich der Großstadt Bandar Abbas, der Hafenstadt Buschehr und der Insel Abu Musa im Persischen Golf. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna in der Nacht meldete, wurden auch Gebäude am Flughafen der Stadt Iranschahr von Geschossen beschädigt. Ein Feuerwehrmann sei getötet worden, hieß es.Vanessa AngermannTrump droht Iran mit noch heftigeren AngriffenUS-Präsident Donald Trump hat verstärkte Angriffe gegen Iran in Aussicht gestellt. Die Attacken des US-Militärs seien Vergeltungsmaßnahmen für von Iran beschossene Schiffe, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. „Sollte sich so etwas wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!“Philipp von ReinersdorffUSA fliegen abermals Angriffe gegen IranDas US-Militär fliegt nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom neue Angriffe auf Iran. Die Einsätze zielen Centcom zufolge darauf ab, die Fähigkeiten Irans zur Bedrohung der ​Schifffahrt in der Straße von Hormus zu schwächen, teilt das Kommando auf der Plattform X mit. Die USA zögen Iran für die jüngsten ungerechtfertigten Aggressionen gegen die Handelsschifffahrt und zivile Besatzungen in einer wichtigen internationalen Wasserstraße zur Rechenschaft. Die iranische Luftabwehr bekämpft unterdessen nahe der Stadt Bandar Abbas feindliche Ziele, wie die ⁠iranische Nachrichtenagentur Mehr meldet. Zudem seien in der Nähe von Konarak und Tschabahar Explosionen zu hören gewesen.Pakistan mahnt US-iranisches Rahmenabkommen anAngesichts der jüngsten Eskalation zwischen den USA und Iran hat der Vermittler Pakistan zur Zurückhaltung aufgerufen. „Pakistan fordert alle Seiten nachdrücklich auf, ihre jeweiligen Verpflichtungen aus dem Islamabad-Memorandum of Understanding einzuhalten“, erklärte das pakistanische Außenministerium mit Blick auf das Mitte Juni geschlossene US-iranische Rahmenabkommen für eine Friedenslösung. Das Ministerium rief „alle Parteien zur Zurückhaltung“ auf. Mehr ladenTickarooLive Blog Software