Der offizielle Client des Speicherdienstes Dropbox ist für viele Nutzer alles andere als perfekt. Er gilt als überladen und nicht besonders schnell. Glücklicherweise gibt es auch Alternativ-Apps. Dazu gehört seit Jahren Maestral, ein Open-Source-Tool vom Entwickler Sam Schott. Doch leider nicht mehr lange: Wie Schott nun mitteilte, hat er die Arbeit an dem Dropbox-Client eingestellt. Das habe mehrere Gründe, schreibt er.
Kleine App ohne „Bloat“
Laut der Maestral-GitHub-Seite, wo auch ein Download möglich ist, wird das Projekt Ende des Monats archiviert. Er selbst habe leider nicht mehr genügend Zeit für Maestral. Hinzu komme, dass er selbst kein Dropbox-Nutzer mehr sei. Immerhin: „Maestral wird mittelfristig weiterhin nutzbar sein“, schreibt Schott. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Sollte sich auf Dropbox-Seite etwas ändern, kann die App Zugriff verlieren. Eine aktive Pflege oder Updates plant der Entwickler nämlich nicht.
Maestral hat einige Vorteile gegenüber dem Standard-Client. Die für macOS und zusätzlich Linux entwickelte App ist in Python geschrieben und benötigt wesentlich weniger RAM als die offizielle Anwendung. Der Zugriff auf die Dropbox-Dateien selbst erfolgt über die offizielle API. Bestimmte Features sind darüber aber nicht möglich, darunter das Beziehen nur von Dateiteilen („Binary Diff“), das dem offiziellen Client vorbehalten ist. Mehrfache Up- und Downloads bestehender Files vermeidet Maestral dennoch. Wichtig bei der Verwendung von Maestral ist stets, den offiziellen Dropbox-Client nicht gleichzeitig auf dem Gerät zu haben. Netzwerk-Volumes oder manche externe Festplatten lassen sich für den Dropbox-Ordner nicht nutzen. Die App lässt sich auch via Homebrew installieren.









