Die Bundesregierung will den Großauftrag der Papenburger Meyer Werft mit der Schweizer Reederei MSC Cruises über den Bau neuer Kreuzfahrtschiffe mit einer Bürgschaft in Milliardenhöhe absichern. Der Haushaltsausschuss des Bundestags beschloss in nicht öffentlicher Sitzung, dass der Bund entsprechende Garantien gewähren soll, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Ausschuss erfuhr.Mit der Finanzierung soll der Großauftrag für die Werft abgesichert werden. Eine Vertragsunterzeichnung gibt es bislang nicht. Die Werft und die Reederei hatten Ende Juni mitgeteilt, beide seien zuversichtlich, die Verhandlungen über den Auftrag in den kommenden Wochen erfolgreich abzuschließen.Auch der Haushaltsausschuss des niedersächsischen Landtags befasste sich Ende Juni mit einer Bürgschaft. Dabei soll es ebenfalls um Garantien für den Großauftrag gegangen sein, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. Die Landesregierung machte dazu auf Nachfrage, etwa zur Höhe der Bürgschaft, keine Angaben.
Der Bund und das Land Niedersachsen hatten die finanziell angeschlagene Meyer Werft 2024 gerettet: Beide erwarben jeweils 40 Prozent der Anteile. Dafür flossen insgesamt 400 Millionen Euro.Zudem gewährleisteten sie einen Kreditrahmen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro. Seitdem befindet sich das Unternehmen in einem Restrukturierungsprozess, der bis 2028 abgeschlossen sein soll. Der Großauftrag gilt dabei als wichtiger Baustein für die Zukunftsperspektive der Werft.











