In rund 198.000 Fällen seien die überprüften Mieten überhöht gewesen. Doch hätten viele Menschen dies nicht an die Ämter gemeldet, weil sie Angst hätten, ihre Wohnung zu verlieren, heißt es von Seiten der Linken – allerdings ohne für diese Behauptung einen Beleg zu liefern. Bei den 10.255 Haushalten, die schließlich ein offizielles Verfahren angestoßen haben, handelt es sich um teilweise krasse Fälle. Nach Berechnungen der Behörden müssten die Mieten dieser Haushalte im Schnitt jeweils um 250 Euro pro Monat gesenkt werden.

Jede dritte Meldung aus BerlinLaut Wirtschaftsstrafgesetz kann es eine Ordnungswidrigkeit sein, wenn Mieten für Wohnräume um mehr als 20 Prozent über ortsüblichen Vergleichswerten liegen und der Vermieter es ausnutzt, dass es kaum Angebote auf dem Markt gibt. Bei um mehr als 50 Prozent überhöhten Mieten kann es sich laut Rechtsprechung unter bestimmten Bedingungen um eine Straftat handeln.

Besonders häufig wurde die Linken-App der Auswertung zufolge in Berlin genutzt: 4658 Mal schalteten dort Mieterinnen und Mieter die Behörden ein. Nach Angaben der Linken wurden im Oktober 2025 in Friedrichshain-Kreuzberg ein Bußgeld von 26.000 Euro und eine Mietrückzahlung von 22.000 Euro durchgesetzt.Am striktesten geht den Angaben zufolge Frankfurt am Main vor. Das Frankfurter Wohnungsamt habe seit 2020 mehr als tausend Verfahren geführt und 330.330 Euro Rückzahlungen erwirkt. Allerdings sind die Mietspiegel, die als Grundlage für die Berechnung einer angemessenen Miete herangezogen werden, nicht nur in Frankfurt am Main umstritten.