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Nach dem Gottesdienst sitzt Doug Wilson ganz hinten am Ausgang der Turnhalle, die der Gemeinde als provisorische Kirche dient – nirgendwo sonst finden all die neuen Gläubigen mehr Platz. Neben ihm steht eine große Schüssel mit Hershey’s Kisses, in Silberfolie eingewickelten Schokodrops. Ein kleiner Junge mit geschorenem Kopf greift in die Schüssel, sagt »Danke, Pastor« und macht sich davon. Da stehen schon die nächsten Kinder vor ihm. Ein Sonntag im April, der Tag des Herrn.
Ob er ein paar Minuten Zeit habe, um über Pete Hegseth zu sprechen? Kein Problem, sagt Wilson, Anfang 70, weißer Rauschebart, die Stimme fest und dunkel. Der Verteidigungsminister der größten Militärmacht der Welt, ein Anhänger seiner Kirche – ist er stolz? »Ich bin Gott dankbar, dass Pete sich die richtigen Gedanken macht.« Dass Hegseth die iranische Führung eben noch »barbarische Wilde« nannte, dass er bis vor Kurzem einen Krieg gegen den Iran befehligte, der wohl gegen internationales Recht verstieß – sorgt Wilson sich als Pastor um diese Dinge? Da führt Wilson die Hand zum Mund, formt einen Ring aus Zeigefinger und Daumen und macht ein langgezogenes Furzgeräusch.







