PfadnavigationHomeNewstickerDPAafxlinetopthemenTrump droht Iran mit neuen Angriffen und SeeblockadeStand: 17:20 UhrLesedauer: 4 MinutenUS-Präsident Donald Trump stellt weitere Verhandlungen mit dem Iran offen infrage. Quelle: Alex Brandon/AP/dpaNach der jüngsten Eskalation am Persischen Golf ist die Zukunft der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA ungewiss. US-Präsident Trump droht und sät Zweifel, lässt aber eine Hintertür offen.US-Präsident Donald Trump hat die Waffenruhe mit dem Iran offen infrage gestellt und Zweifel an einer Fortsetzung der Verhandlungen geäußert. «Ich denke, es ist vorbei. Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie sind Abschaum», sagte Trump am Rande des Natogipfels. Zugleich erklärte er, seine Unterhändler könnten die Gespräche fortsetzen, wenn sie dies wünschten.Trump drohte der iranischen Führung außerdem mit einem großen Angriff in der kommenden Nacht sowie einer neuen Seeblockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Alle anderen Schiffe könnten passieren.Iran droht mit vollständiger Blockade der Straße von HormusIm Gegenzug drohte der Iran, im Fall neuer US-Angriffe die für den internationalen Energiehandel wichtige Straße von Hormus vollständig zu sperren. Wie der englischsprachige Staatssender PressTV unter Berufung auf eine gut informierte Quelle aus Sicherheitskreisen weiter mitteilte, sei der Iran bereit, für die Aufrechterhaltung seiner Kontrolle über die strategisch wichtige Wasserstraße zu kämpfen. Der Iran mache dabei keinen Unterschied zwischen den USA und deren regionalen Partnern.Auslöser der jüngsten Eskalation waren Trump zufolge iranische Angriffe auf drei Tanker in der Straße von Hormus. Als Reaktion griff das US-Militär seit Mittwochnacht (Ortszeit) Dutzende Ziele im Iran an. Zudem setzen die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Irans Streitkräfte beschossen daraufhin US-Ziele in den mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain. Als eine Folge der Eskalation zogen die Ölpreise wieder an.Explosionen in mehreren Provinzen an iranischer KüsteDas US-Militär bombardierte nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele im Iran, unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Straße von Hormus. Weitere Ziele waren Radaranlagen, die Trump zufolge gerade erst wieder aufgebaut worden waren. Iranische Medien berichteten von Explosionen an mehreren Provinzen an der Südküste. Mindestens ein Soldat der iranischen Flugabwehr wurde getötet.Irans Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht der Islamischen Republik, teilten daraufhin nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit, ihrerseits 85 Ziele in US-Militäreinrichtungen attackiert zu haben, darunter im Bereich der fünften US-Flotte vor Bahrain sowie auf dem Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait. Auch eine feindliche Drohne habe man abgeschossen.Trump stellt Abkommen mit Iran offen infrageAuf die Frage, ob seine Aussagen nun bedeuteten, dass Gespräche mit dem Iran nicht wieder aufgenommen würden, sagte Trump: «Das ist mir egal. Sie können reden, aber ich glaube, sie verschwenden ihre Zeit.» Trump fügte hinzu: «Wenn wir ein Abkommen mit dem Iran schließen, glaube ich nicht, dass es Bestand haben würde. Das sind unehrliche Leute.»Kein neuer Termin für Verhandlungen bekanntVertreter aus Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen verständigt. Es sollte eine 60-tägige Verhandlungsphase ermöglichen und den Weg zu einer dauerhaften Beilegung des Konflikts ebnen. Nach den jüngsten Kämpfen ist unklar, ob dieser Zeitplan