Die Opfer des Datenlecks bei 23andme erhalten eine Entschädigung. Das hat ein US-Gericht entschieden. Das US-Genanalyse-Unternehmen hatte die Verantwortung damals von sich gewiesen und behauptet, die Nutzer seien selbst schuld am Verlust ihrer Daten.

Der Insolvenzrichter Brian Walsh am US Bankruptcy Court in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri hat einen Vergleich genehmigt, nach dem 23andme-Eigentümerin Chrome Holding eine Entschädigung in Höhe von 46,75 Millionen US-Dollar an die Opfer zahlen muss. Das berichtet die BBC.

Allerdings muss die Chrome Holding jetzt nur 32,46 Millionen US-Dollar zahlen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Von dem Vergleichsbetrag werden 14,29 Millionen US-Dollar abgezogen, die zuvor im Zusammenhang mit dem Datenleck ausgezahlt wurden.

2023 kam es zu einem Datenleck bei dem Genanalyse-Unternehmen: Über vier Millionen Datensätze von Kunden wurden seinerzeit von Kriminellen kopiert und zum Verkauf angeboten. Die Datensätze enthielten Namen, Wohnort und Geburtsjahr sowie Informationen über das Genom der betroffenen Personen. Außerdem bekamen die Angreifer auch Zugriff auf die Profile von Personen, die die Opfer auf der Suche nach Verwandten innerhalb der Plattform freigegeben hatten.