Hochwasservorsorge: Welche Rolle die Zivilbevölkerung spielen kann
Fünf Jahre nach der Ahrtal-Flut sind die Hilfsgelder verteilt. Organisationen wie die Diakonie Katastrophenhilfe setzen den Fokus nun auf Prävention.
Die Zivilbevölkerung müsse bei Katastrophen wie im Ahrtal 2021 stärker einbezogen werden, fordert die Diakonie
epd | Die Zivilgesellschaft sollte aus Sicht der Diakonie Katastrophenhilfe (DKH) besser in den Katastrophenschutz eingebunden werden. „In Deutschland wird die Zivilgesellschaft im Hinblick auf den Schutz vor den Folgen von Unwettern immer noch als passive Gruppe wahrgenommen“, sagte der Fluthilfekoordinator des evangelischen Hilfswerks, Markus Koth, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dabei könnten Bürgerinnen und Bürger sehr viel selbst beitragen: „Da gibt es ein Potenzial zu bergen.“
Nach fünf Jahren Arbeit in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz infolge der sogenannten Ahrtal-Flut 2021 habe die Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe den Fokus ihrer Hilfe auf die Prävention gelegt, berichtete Koth. Dabei arbeite die DKH daran, zivile Organisationen mit den behördlichen Strukturen des Katastrophenschutzes zu verknüpfen. Das zu nutzen, sei wichtig, weil die Herausforderungen für die Zivilgesellschaft zunähmen: „Man denke an die Folgen des Klimawandels oder aber an die Verletzlichkeit von Infrastrukturen, wie sie der Stromausfall im Januar in Berlin gezeigt hat.“














