Quaise Energy, eine Ausgründung des Massachusetts Institute of Technology (MIT), hat in einer Serie-B-Finanzierungsrunde Kapital in Höhe von 134 Millionen US-Dollar eingesammelt, um damit ein berührungsloses Bohrsystem zu kommerzialisieren. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das System soll in der Geothermie-Anlage „Project Obsidian“ dazu eingesetzt werden, um heißes Gestein in Tiefen von etwa 4,8 km zu erschließen. Das Bohrsystem befindet sich bereits in der erfolgreichen Erprobung.

Quaise Energy treibt sein Geothermie-Projekt im US-Bundesstaat Oregon mit großen Schritten voran. Das dort geplante Kraftwerk nutzt rund 300 °C heiße Gesteinsformationen in der Tiefe, um durchlaufendes Wasser zu erhitzen und mit dem heißen Dampf und Wasser grüne Energie zu erzeugen. In einem ersten Schritt soll das Geothermie-Kraftwerk mehr als 50 MW leisten, in einem zweiten Schritt soll eine Leistung von 250 MW erzielt werden.

Berührungslose Bohrtechnik

Um die nötigen Bohrtiefen von rund 5 km zu erreichen, wurde eine berührungslose Bohrtechnik entwickelt, die mit Millimeterwellenenergie arbeitet, die das Gestein schmilzt und verdampft. Denn mit herkömmlichen Bohrtechniken sind die benötigten Tiefen, in denen sich das heiße und damit energiereiche Gestein befindet, aufgrund des hohen Verschleißes der Bohrköpfe wirtschaftlich nicht zu erreichen.