PfadnavigationHomePolitikAuslandHoustonICE-Beamter erschießt mexikanischen EinwandererStand: 03:10 UhrLesedauer: 2 MinutenICE-Beamte in Newark, New JerseyQuelle: Adam Gray/AP/dpaLaut dem Heimatschutzministerium hat sich der Mann, der sich illegal in den USA aufgehalten haben soll, in seinem Auto Anweisungen widersetzt und ein Fahrzeug der Einsatzkräfte gerammt.Ein Beamter der US-Migrationsbehörde ICE hat einen Einwanderer aus Mexiko erschossen. Nach bisherigem Kenntnisstand habe sich der Mann, der sich illegal in den USA aufgehalten haben soll, in seinem Fahrzeug Anweisungen der Beamten widersetzt, teilte das Heimatschutzministerium auf der Plattform X mit. Der Fahrer habe zunächst ein Auto der Einsatzkräfte gerammt und dann versucht, mit seinem Auto einen Beamten zu erfassen. Dabei habe der Beamte das Feuer eröffnet. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.Laut dem Ministerium wurde der Fahrer in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch seinen Verletzungen. Das Ministerium habe interne Ermittlungen wegen der Schussabgabe eingeleitet. Das Büro der Bundespolizei FBI in Houston ermittle zudem wegen des Angriffs auf einen Bundesbeamten.In Houston, der größten Stadt des US-Bundesstaates Texas, kommt es seit dem vergangenen Jahr vermehrt zu Einsätzen der Einwanderungsbehörden, die auch auf öffentlichen Widerstand stießen. Der Stadtrat hatte zunächst eine Regelung beschlossen, die die Zusammenarbeit mit ICE einschränken sollte, nahm diese Entscheidung jedoch zurück, nachdem der republikanische Gouverneur Greg Abbott mit der Kürzung von mehr als 100 Millionen US-Dollar an staatlichen Mitteln für die öffentliche Sicherheit gedroht hatte.Forderungen nach unabhängiger UntersuchungDie demokratische US-Abgeordnete Sylvia Garcia forderte auf X eine unabhängige Überprüfung der Darstellung der Bundesbehörden. Der demokratische Bürgermeister von Houston, John Whitmire, wollte sich zunächst nicht äußern.Lesen Sie auchJuan Proaño, Geschäftsführer der Organisation League of United Latin American Citizens, sagte: „Wir nehmen dem Heimatschutzministerium seine Darstellung keineswegs einfach ab.“ Er forderte zudem: „Es sollte eine unabhängige Untersuchung geben, und alle Videoaufnahmen sollten veröffentlicht werden.“Lesen Sie auchSeit Beginn der verstärkten Einwanderungskontrollen der Regierung von US-Präsident Donald Trump gab es Informationen der AP zufolge mindestens sechs tödliche Schusswaffeneinsätze durch Bundesbeamte. Frühere Darstellungen von Einwanderungsbehörden wurden später teilweise durch Videoaufnahmen relativiert – etwa im Zusammenhang mit dem Tod der 37-jährigen Renee Good, die bei einem Einsatz in Minneapolis getötet wurde. Auch in diesem Fall erklärte das Heimatschutzministerium, Good habe versucht, den Beamten mit ihrem Fahrzeug zu rammen. Örtliche Behörden und Zeugen widersprachen dieser Darstellung und erklärten, sie habe lediglich versucht wegzufahren. Allein Ende Juni dieses Jahres nahm die ICE nach eigenen Angaben innerhalb von fünf Tagen mehr als 10.000 Menschen fest.dpa/AP/saha