Ausbau der Radinfrastruktur: Fahrradstraße jetzt noch autofreundlicher

In Reinickendorf entkernt ein CDU-Stadtrat eine neue Fahrradstraße. Auf Landesebene hat Schwarz-Rot gerade dem Mobilitätsgesetz ein paar Zähne gezogen.

Berlin braucht noch viel mehr Fahrradstraßen – aber das Zieljahr für das stadtweite Radverkehrsnetz wurde nach hinten verlegt

Emmanuele Contini/imago

Der Ausbau des Berliner Radverkehrsnetzes kommt seit Langem nicht mehr wirklich voran: Anfang des Jahres erfüllten laut der Bilanz des Vereins Changing Cities stadtweit kaum mehr als 2 Prozent aller vorgesehenen Radwege und -spuren die offiziellen Kriterien in Gänze, rund 7 Prozent taten dies zumindest teilweise. Dem Mobilitätsgesetz, das quasi die Roadmap für den Ausbau der Radinfrastruktur enthält, wurden gerade von Schwarz-Rot ein paar Zähne gezogen. Und auch BezirkspolitikerInnen kommen jetzt auf kreative Ideen, wie sich bereits Umgesetztes nachträglich entschärfen lässt.