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Sabine Mauderer ist seit 2018 im Vorstand der Deutschen Bundesbank. Bis Juni 2026 leitete sie außerdem ein internationales Netzwerk, in dem sich Notenbanken und Finanzaufsichtsbehörden mit den Folgen des Klimawandels für das Finanzsystem beschäftigen (Network of Central Banks and Supervisors for Greening the Financial System).

DIE ZEIT: Frau Mauderer, Klimaforscher warnen seit Jahren vor Hitzewellen, Dürren oder Überschwemmungen. Aber warum beschäftigt sich die Bundesbank damit?

Sabine Mauderer: Unser Job als Zentralbanker ist es, für stabile Preise und ein robustes Finanzsystem zu sorgen. Durch den Klimawandel kann vieles teurer werden, vor allem Nahrungsmittel und Energie. Das Wirtschaftswachstum kann leiden und das Finanzsystem unter Druck kommen. Diese Risiken müssen wir bei unserer Arbeit berücksichtigen. Natürlich warnen wir auch andere vor diesen Risiken, etwa Banken oder Regierungen. Wir Technokraten haben kein politisches Mandat und schauen nur auf die finanziellen Risiken des Klimawandels.