Harry und weitere Prominente warfen der Boulevardzeitung illegale Recherche-Methoden wie Abhörung und Bespitzelung vor. Das Gericht weist ihre Klage ab.07.07.2026, 16.32 Uhr2 LeseminutenPrinz Harry ist aktuell auf Besuch in Grossbritannien.Jack Taylor / Reuters(dpa) Der britische Prinz Harry und sechs andere Prominente sind mit ihrer Klage gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung «Daily Mail» gescheitert. In einem 436 Seiten langen schriftlichen Urteil erklärt der Richter, die Kläger hätten die vorgebrachten Vorwürfe der unrechtmässigen Informationsbeschaffung nicht ausreichend beweisen können. Die Klage werde deshalb abgewiesen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Prinz Harry (41) hatte unter anderen gemeinsam mit Elton John und dessen Mann David Furnish gegen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) geklagt.Im Kern warfen sie Reportern der «Daily Mail» vor, über Jahre illegale Recherchemethoden angewandt zu haben, um Schlagzeilen zu generieren. Der Verlag wies die Vorwürfe von Beginn an zurück. Der Prozess dauerte von Januar bis März.Abhören von Telefonaten und PrivatdetektiveEs ging etwa um das angebliche Abhören von Telefonaten und Sprachnachrichten sowie das Einsehen privater Dokumente. Harry war im Januar nach London gekommen und hatte selbst vor Gericht ausgesagt. Dabei wurde es teils auch emotional: Zum Schluss der Aussage brach dem Prinzen die Stimme, als er über die Presse sagte: «Sie haben das Leben meiner Frau vollkommen zur Hölle gemacht, Euer Ehren.»Drastische Worte fand auch Popstar Elton John bei seiner Aussage im Februar. Die Praktiken des Verlags seien «abscheulich und jenseits jeglicher Standards menschlichen Anstandes», sagte er damals. Er und sein Mann Furnish warfen der «Daily Mail» vor, Telefonate und Mailbox-Nachrichten bespitzelt und intime Dokumente wie Krankenakten über Privatdetektive beschafft zu haben.Prinz Harry traf am Montag in London zu einem mehrtägigen Besuch in Grossbritannien ein. Die Urteilsverkündung erfolgte allerdings schriftlich.Nicht der erste Prozess für Prinz HarrryHarry, der sich 2020 aus dem inneren Kreis der Royals löste und mit seiner Frau, Herzogin Meghan, und den beiden gemeinsamen Kindern in den USA lebt, wehrt sich seit Jahren gegen die «Tabloid Press», wie die britische Boulevardpresse genannt wird.Dass er dabei auch immer wieder aussagt, gilt als ungewöhnlicher Vorgang eines britischen Royals. Er will laut eigenen Angaben zeigen, dass die illegalen Methoden System hatten. Für ihn war es bereits die dritte Klage dieser Art.
Klage von Prinz Harry gegen «Daily Mail»-Verlag abgewiesen
Harry und weitere Prominente warfen der Boulevardzeitung illegale Recherche-Methoden wie Abhörung und Bespitzelung vor. Das Gericht weist ihre Klage ab.











