Gut ein halbes Jahr nach dem spektakulären Millionen-Einbruch bei einer Gelsenkirchener Sparkasse startet die Bank in dieser Woche mit dem Schadensausgleich für ihre Schließfachkunden. Dabei würden wie in den Mietverträgen festgesetzt maximal 10.300 Euro pro Schließfach ausgezahlt, sofern keine höheren Summen vereinbart wurden, betonte die Bank.
Parallel laufe weiterhin die Rückgabe der vielen Tausend Wertsachen, Dokumente und persönlichen Gegenstände, die die Einbrecher im verwüsteten Tresorraum zurückgelassen hatten. Hiermit hatte die Bank im Mai begonnen.Nach Weihnachten 2025 waren Unbekannte über eine Tiefgarage in einen Archivraum der Bank und von dort aus mit einem Kernbohrer in den Tresorraum gelangt. Sie brachen fast alle rund 3100 Schließfächer auf und verschwanden mit ihrer Beute. Der Gesamtschaden könnte dreistellige Millionensummen erreichen.
Sollten bei der Rückgabe von zurückgelassenen Gegenständen Bargeld oder Wertsachen Kunden zugeordnet werden, werde sich deren finanzieller Schadensausgleich möglicherweise entsprechend verringern. Die Bank wolle aber mit den Auszahlungen nicht warten, bis alle Rückgaben beendet sind, teilte sie mit.Die Sichtung, Zuordnung und Rückgabe der Gegenstände laufe auf Hochtouren. Bis zu 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien damit beschäftigt, dennoch werde es noch Monate dauern, teilte die Bank mit. Mittlerweile seien bereits 400 Übergabetermine erfolgt oder vereinbart. Bei den Gesprächen zur Rückgabe der Gegenstände erlebten Berater und Kunden immer wieder emotionale Momente und freudige Überraschungen.







