Das Ausscheiden der deutschen Tennisspielerin Laura Siegemund in Wimbledon ist von einer hitzigen Diskussion begleitet worden. Es fing mit einer Debatte über Zeitüberschreitungen beim Aufschlag an und wurde dann grundsätzlich.Aber von vorn:Siegemund traf mit Mixed-Partner Édouard Roger-Vasselin im Viertelfinale auf die Lettin Jeļena Ostapenko und Marcelo Arévalo aus El Salvador. Bei 7:7 im Tiebreak kassierte Siegemund eine Verwarnung wegen Zeitüberschreitung, weil sie sich beim Aufschlag zu lange Zeit ließ. Weil es schon die zweite war, hatte sie dadurch nur einen Aufschlag übrig. Siegemund schlug in diesem entscheidenden Moment kurz vor der Entscheidung über Sieg oder Niederlage dann einen Doppelfehler.

Jeļena Ostapenko: Schlagabtausch auch noch nach dem Match

Nach einem weiteren verlorenen Ballwechsel war die Niederlage besiegelt. Siegemund und Roger-Vasselin verloren die Partie 4:6, 6:7 (7:9).Die Deutsche gab der Lettin am Netz daraufhin nicht wie üblich die Hand. Die Aufregung nahm danach an Fahrt auf, Siegemund und ihr Mixed-Partner diskutierten mit dem Schiedsrichter:

Siegemund kritisierte, dass sie in einem für das Spiel entscheidenden Moment verwarnt worden sei. Da sei »ein bisschen Fingerspitzengefühl« notwendig. Das habe der Schiedsrichter nur bei »den richtigen Spielern«.Ostapenko werfe »18 Mal« den Ball hoch, beschwerte sich Siegemund weiter. »Das ist unglaublich.« Roger-Vasselin ergänzte: »Sie ist auch aus der Zeit raus.« Der Referee verneinte das.Ostapenko hatte die Diskussion bis dahin verfolgt und rief dann dazwischen: »Du musst besser mit Niederlagen umgehen. Lern, zu verlieren.«Der Schiedsrichter habe einen guten Job gemacht, fuhr Ostapenko fort. »Endlich traut sich mal jemand, das zu tun, wenn sie sich zwischen den Aufschlägen und vor den Aufschlägen zwei Minuten Zeit nimmt«, so Ostapenko.Siegemund verließ den Platz, Roger-Vasselin diskutierte weiter und verteidigte Siegemund. Dass Siegemund im Einzel zu spät dran sei, habe nichts mit dem Mixed-Match zu tun, sagte der Franzose.