Forscher:innen des Cloud-Sicherheitsunternehmens Sysdig behaupteten in der vergangenen Woche, den ersten bekannten Fall von „agentbasierter Ransomware“ dokumentiert zu haben. Demnach hätte bei der Erpressungsaktion namens „Jadepuffer” ein KI-Agent die technische Durchführung eines realen Cyberangriffs vollständig ohne menschliche Beteiligung übernommen. Wie Techcrunch jetzt allerdings berichtet, entspricht diese Darstellung nur teilweise der Wahrheit.Anzeige
KI hat Sicherheitslage verschärft
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor wachsenden Sicherheitsrisiken durch KI. Demnach habe die Reaktionsgeschwindigkeit von Angreifer:innen durch die neuen technologischen Möglichkeiten stark zugenommen. Der Grund: Während KI früher vor allem für Teilprozesse wie zur Erstellung überzeugender Phishing-Mails genutzt wurde, seien aktuelle Systeme in der Lage, Schwachstellen nahezu autonom zu erkennen, zu analysieren und selbstständig in Angriffe umzusetzen.
Debatten wie die rund um Claude Mythos verschärfen die Sorge: Anthropic hatte selbst vor den Fähigkeiten des Modells gewarnt – in Tests soll es Schwachstellen in jedem getesteten Betriebssystem und Browser gefunden haben. Statt einer breiten Veröffentlichung hat das Unternehmen deshalb das kontrollierte „Project Glasswing“ gestartet. Im Juni wies die US-Regierung Anthropic dennoch an, den Zugang abzuschalten – offiziell aus Sicherheitsgründen. Inzwischen wurde das „Exportverbot“ aber teilweise wieder aufgehoben.Anzeige











