Für viele Berliner und Touristen sind sie willkommene Spaßmobile. Blinde, Senioren und andere Hauptstadt-Bewohner sehen E-Scooter als Gefahr. Nachdem ein Bündnis harte Maßnahmen gefordert hat, spitzt sich der Streit jetzt weiter zu. Die Verkehrsverwaltung weist die Kritik an der Sharing-Strategie zurück. Die Zahl der Abstellstationen soll schneller als dargestellt auf einen vierstelligen Wert wachsen, hieß es.Was vor einigen Jahren mit einigen wenigen tausend Fahrzeugen begann, beherrscht heute in vielen Teilen der Berliner Innenstadt das Straßenbild. Nach Angaben des Senats bieten acht Unternehmen zweirädrige Fahrzeuge auf Straßen und Plätzen zur Miete an.Die genehmigte Flotte umfasste Anfang April 74.060 Vehikel. Das teilte Frank Preiss, Sprecher von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU), auf Anfrage mit. Die Zahl der E-Scooter in Berlin ist zuletzt wieder leicht gestiegen, derzeit sind es 46.450. Bei den Mieträdern gab es im Vergleich zum vergangenen Jahr einen kräftigen Zuwachs von rund 7000 auf 25.260. Hinzu kommen 2350 elektrische Motorräder.
E-Scooter aus dem Weg! Was 37 Organisationen fordern
Im Vergleich zur Zahl der Kraftfahrzeuge ist das weiterhin wenig. Sharing-Fahrzeuge seien wichtig für die Verkehrswende, sagen Experten. Trotzdem fühlen sich Berliner vor allem durch elektrische Tretroller in ihrer Mobilität eingeschränkt. Umgestürzte Fahrzeuge stellen für Blinde und Sehbehinderte Stolperfallen dar. Fußgänger und Radfahrer kritisieren die aggressive Fahrweise vieler Scooter-Nutzer.







