Die vier Buchstaben stehen ganz oben an den riesigen Werftgebäuden an der Kieler Förde: TKMS, Thyssenkrupp Marine Systems. Dahinter verbirgt sich ein erfolgreiches Werftunternehmen mit langer Geschichte. TKMS baut Schiffe und ist heute eigenen Angaben zufolge der weltweit größte Hersteller von nicht atomgetriebenen U-Booten. Jetzt wurde ein spektakulärer Großauftrag gewonnen: Kanadas Premierminister Mark Carney will bis zu zwölf U-Boote bestellen, für mehr als zehn Milliarden Euro. TKMS mit rund 9000 Mitarbeitenden gehört mehrheitlich zum Essener Thyssenkrupp-Konzern und ist in seiner jetzigen Form vor etwa 20 Jahren entstanden. Thyssenkrupp schuf damals einen Werftenverbund, zu dem auch die traditionsreiche Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) gehörte. Das Unternehmen wurde bereits 1838 in Kiel als Eisengießerei gegründet, es wurden Dampfkessel produziert; 1850 wurde das erste deutsche U-Boot gebaut. Daraus entwickelte sich eine Werft, die auch auf militärische Unterwasserschiffe spezialisiert ist. Jetzt profitiert TKMS von der Aufrüstung in vielen Ländern. Thyssenkrupp hatte die Tochtergesellschaft im vergangenen Herbst an die Börse gebracht.