Die Deutsche Bahn hat Änderungen bei den BahnBonus-Freifahrtprämien angekündigt. Wie der Konzern mitteilt, soll es Freifahrten in der 2. Klasse von August an bereits ab 750 Punkten geben statt wie bisher ab 1000 Punkten und in der 1. Klasse zudem ab 1250 Punkten.Demnach richten sich die benötigten Prämienpunkte künftig nach Verbindung, Buchungszeitpunkt und Nachfrage. Profitieren sollen vor allem jene Fahrgäste, die früh buchen, kurze Strecken wählen und in Randzeiten fahren.Gelten sollen die neuen Punktregeln ab August auch für Mitfahr-Freifahrten, ebenfalls ab 750 Punkten. Darüber hinaus sollen Kunden Hin- und Rückfahrten sowie die 1. und 2. Klasse bei der Buchung einfacher miteinander kombinieren können.Während die Bahn die Änderungen in einer Mail als „spannende Neuigkeiten“ bezeichnet, dürften viele Bahnkunden enttäuscht sein. Gerade Kunden, die flexibel und spontan unterwegs sein müssen, werden wohl künftig mehr Punkte aufwenden müssen.Kritik wird etwa auf dem Reiseschnäppchenportal „Travel-Dealz“ geäußert. Dort heißt es, die Preise ab 750 Punkten würden künftig für solche Fahrten gelten, die es regulär schon ab 6,99 Euro und 16,99 Euro gebe. „Dafür wird aber niemand seine hart verdienten (bzw. erkauften) Punkte einlösen.“Hinzu kommt: Wer ohne Zugbindung maximal flexibel sein möchte, muss auch für die beliebten Freifahrt-Flex-Gutscheine künftig mehr Punkte sammeln. Für eine einfache Fahrt in der 2. Klasse sind künftig 2500 Punkte nötig, in der 1. Klasse 3500 Punkte. Und wer die Flex-Freifahrt für die Hin- und Rückfahrt bucht, muss fortan 4000 Punkte in der 2. Klasse und 6000 Punkte in der 1. Klasse berappen. (Tsp)