Auf Deutschlands Straßen sind 2025 pro Tag etwa acht Menschen ums Leben gekommen und damit mehr als im Jahr davor. Insgesamt starben 2832 Personen bei Verkehrsunfällen, 62 mehr als 2024, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag zu endgültigen Daten mitteilte.Nach wie vor sei überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigste Ursache für tödliche Unfälle. Die Zahl der Verletzten lag mit rund 371.000 etwa 1,7 Prozent über dem Vorjahr, die Summe der Schwerverletzten fiel jedoch auf etwa 49.200 und damit auf den tiefsten Stand seit Beginn dieser Datenerfassung 1991.„2025 war kein gutes Jahr für die Verkehrssicherheit Deutschlands“, sagte die Leiterin Unfallforschung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Kirstin Zeidler. Besonders betroffen vom Anstieg der Verkehrstoten seien Kinder unter 15 Jahren und Ältere ab 65 Jahren, die alle ein höheres Unfallrisiko hätten. Die Opferzahl geht langfristig zurücl „Für mehr Sicherheit brauchen wir ausreichend freie Sicht an Kreuzungen und Einmündungen, um Sehen und Gesehenwerden zu ermöglichen, deutlich mehr Straßenübergänge an den richtigen Stellen und sichere Radwege.“ Für Ältere seien Fahrradtrainings zu empfehlen, vor allem mit E-Bikes, sagte Zeidler.Langfristig betrachtet geht die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr stark zurück. So gab es 1970 noch rund 21.330 Tote und 1995 noch rund 9500 Tote und mehr als 500.000 Verletzte bei Unfällen. In den vergangenen Jahrzehnten sank die Opferzahl stetig – etwa durch die Einführung und Verschärfung einer Promillegrenze und einer Gurtpflicht. Zudem wurden Autos sicherer.In den Corona-Jahren 2020 und 2021 setzte sich diese Entwicklung verstärkt fort. Seitdem ist die Zahl der Verkehrstoten in drei von vier Jahren allerdings gestiegen. Immer wieder kommt die Debatte um ein Tempolimit auf Autobahnen auf. Dazu konnten sich die jeweiligen Bundesregierungen aber bisher nie durchringen. (Reuters)