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Iran-Krieg: Materialengpässe in der deutschen Wirtschaft nehmen zu Die Straße von Hormus ist zwar wieder befahrbar – doch die Störung wirkt nach. Unternehmen klagen über Materialengpässe. Was das für die Wirtschaft bedeutet.

07.07.2026 - 08:31 Uhr Handelsschiffe liegen in der Nähe von Chasab, einer Kleinstadt im Norden Omans, in der Straße von Hormus. Foto: Wen Xinnian/Xinhua/dpaImmer mehr Unternehmen in Deutschland klagen trotz der Entspannung im Nahost-Konflikt über Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten. Im Juni hatten 17,2 Prozent der Betriebe mit Materialengpässen zu kämpfen, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter Führungskräften mitteilte.Im Mai lag der Anteil noch bei 15,9 Prozent. Die Forscher führen das auf den Iran-Krieg zurück. „Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Bis zur vollständigen Normalisierung der internationalen Lieferketten dürfte es noch einige Zeit dauern.“Besonders angespannt bleibt die Situation in der Chemischen Industrie. Dort berichtet fast jedes dritte Unternehmen (29,5 Prozent) von Materialengpässen. Bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen verschärfte sich die Lage deutlich. Der Anteil stieg hier von 25,5 auf 34,2 Prozent.Iran-Konflikt Angst vor Minen bremst Erholung in Hormus aus Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nimmt langsam wieder Fahrt auf. In einem Monat soll der Verkehr wieder normal laufen. Kann das gelingen? von Artur Lebedew und Thomas StölzelAuch bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen nahmen die Engpässe weiter zu: Hier liegt der Anteil der betroffenen Firmen inzwischen bei 27,7 Prozent. Im Maschinenbau blieb die Situation mit 15,6 Prozent nahezu unverändert. In der Automobilindustrie stieg der Anteil deutlich, und zwar von 10,0 auf 15,7 Prozent.Etwas entspannt hat sich die Lage dagegen bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren. Dort sank der Anteil der Unternehmen mit Materialmangel von 23,7 auf 11,3 Prozent. Die konsumnahen Branchen bleiben von der Mangellage bislang weitgehend verschont. Hersteller der Getränkeindustrie meldeten weiterhin keine Engpässe, betonte das Ifo-Institut.Die USA und Israel haben Iran am 28. Februar angegriffen. Das führte zu einer wochenlangen Blockade der Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel des globalen Ölangebots abgewickelt wird. Gerade bei petrochemischen Vorprodukten können sich Störungen sehr schnell in der gesamten Wertschöpfungskette bemerkbar machen. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick