Ein Mann, der im März Steine auf das israelische Generalkonsulat in München geworfen, ist tot. Wie die Generalstaatsanwaltschaft München auf Nachfrage mitteilte, war der 24-Jährige, der die jemenitische Staatsangehörigkeit hatte, zuletzt vorläufig im Bezirkskrankenhaus Mainkofen untergebracht worden.Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass er sich dort Anfang Juli selbst getötet hat. Der Vorfall werde von der Kripo und der Staatsanwaltschaft Deggendorf untersucht, dabei gehe es um ein Todesermittlungsverfahren.Die Generalstaatsanwaltschaft München hatte im Juni Anklage gegen den 24-Jährigen erhoben wegen des Verdachts auf Störung des öffentlichen Friedens, Sachbeschädigung und eines besonders schweren Angriffs auf Polizisten. Die Ermittler gingen von einer „gefestigten israelfeindlichen Haltung“ des Mannes aus.Der 24 Jahre alte Verdächtige soll im März faustgroße Steine auf die Fassade des Generalkonsulats geworfen haben. Danach soll er seinen Rucksack abgestellt und dabei „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“) gerufen haben, womit er einen größeren Polizeieinsatz auslöste. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann den hinzugeeilten Polizisten damit zu verstehen geben wollte, dass er einen tödlichen Sprengstoffanschlag auslösen wollte. Der Rucksack stellte sich jedoch nach eingehender Prüfung als harmlos heraus.Bei seiner Festnahme habe der Mann zudem in Richtung der Polizisten getreten und mit dem Kopf gegen sie gestoßen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Verletzt wurden die Beamten dabei aber nicht.Der 24-Jährige kam wegen akuter Eigen- und Fremdgefährdung zunächst in ein Krankenhaus. Dann saß er laut Generalstaatsanwaltschaft zunächst in einem Gefängnis in Untersuchungshaft. Nach einem Expertengutachten gingen die Ermittler aber von einer verminderten Schuldfähigkeit aus, deshalb wurde er erneut in einer Klinik untergebracht.Anmerkung der Redaktion: Die Berichterstattung über Suizide gestalten wir bewusst zurückhaltend. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.