Rund 88.000 ehrenamtliche Helfer:innen zählt das Technische Hilfswerk in Deutschland. Als eine Einsatzorganisation des Bundes bildet es damit, an der Seite beispielsweise der freiwilligen Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes eine wichtige Säule im Zivil- und Katastrophenschutz. Neben den über 650 Ortsverbänden gibt es spezielle Einheiten, die besondere Schwerpunkte haben, die sogenannten Fachgruppen und Fachzüge. Eine davon ist die Fachgruppe Kommunikation. Hier finden sich Expert:innen, die zum Einsatz kommen, wenn Netze für die Kommunikation auf unterschiedlichste Art und mit unterschiedlichsten Mitteln aufgebaut werden müssen. Damit das im Notfall bestmöglich klappt, ruft die Gruppe einmal jährlich zu einer Großübung auf. Sie trägt den bezeichnenden Namen „Kabelblitz“.

2026 waren ab dem Feiertag Christi Himmelfahrt insgesamt 400 THW-Ehrenamtliche über vier Tage zusammengekommen, um den Ernstfall zu trainieren. Bereits zum zehnten Mal wurde geübt (2020 und 2021 entfiel die Übung aufgrund der Corona-Pandemie). „Über die Jahre hat die Übung auch eine gewisse Popularität bekommen. Die Leute haben ihre Freude dran“, erklärt Maik-Manuel Melcher. Er ist Zugführer des Fachzugs „Führung und Kommunikation“ beim THW-Ortsverband Braunschweig und war in diesem Jahr in der Übungsleitung tätig. Im Interview berichtet er davon, worauf es im Ernstfall wirklich ankommt.