PfadnavigationHomePolitikAuslandKurz vor Nato-GipfelUkraine fliegt mit über 400 Drohnen erneut Angriffe auf MoskauStand: 06:05 UhrLesedauer: 3 MinutenMenschen im Sonnenaufgang auf dem Roten Platz in MoskauQuelle: AP Photo/Pavel BednyakovDer Angriff erfolgte kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in der Türkei. Die meisten Drohnen wurden laut dem Bürgermeister von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung oder beim Anflug auf Moskau neutralisiert.Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau erneut mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen. Seit Montagabend seien von der Ukraine rund 430 Drohnen Richtung Moskau gestartet worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, am Dienstagmorgen in Online-Netzwerken. „Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört.“Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe auf Ziele in Russland weit hinter der Front intensiviert. Die neuen Angriffe in der Nacht zum Dienstag erfolgten kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in der Türkei. Bei den Beratungen der Militärallianz soll es auch um die weitere Unterstützung für Kiew gehen. Zu dem Treffen ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eingeladen.Selenskyj hofft auf Erfolg beim Nato-GipfelSelenskyj setzt große Hoffnungen in den Nato-Gipfel in Ankara. Der Gipfel dürfe nicht nur „leere Worte“ hervorbringen, sondern mehr Schutz für die Ukraine, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. „Es war ein brutaler Angriff“, beschrieb er die russischen Drohnen- und Raketenattacken gegen Kiew und das Umland in der Nacht zum Montag. Es seien 22 Menschen getötet und rund 90 weitere verletzt worden.Trotz guter Abschussquoten der Flugabwehr gegen russische Drohnen und Marschflugkörper sowie Raketen gebe es klare Mängel. „Wenn die entsprechenden Abwehrmittel vorhanden sind, erzielen unsere Soldaten wirklich hohe Abschussquoten, und genau damit lässt sich das Problem bei den ballistischen Raketen erklären: Es gibt nicht genügend Abwehrmittel“, sagte Selenskyj. Er beklagte einmal mehr das Fehlen von Munition für die Patriot-Abwehrsysteme.Lesen Sie auch„Es ist einfach Unsinn, dass die Produktion in der heutigen Welt bislang nicht so weit ist, wie es tatsächlich notwendig wäre, um die Menschen vor ballistischem Terror zu schützen“, sagte er. Selenskyj deutete an, dass die Ukraine selbst Patriot-Raketen herstellen könne – sie bräuchte dafür aber die Lizenzen und Zustimmung der USA. Lesen Sie auchDie Patriot-Systeme sind für die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen. Schon im Frühjahr beklagte Selenskyj, dass sein Land kaum noch Munition dafür habe. Der US-Krieg gegen den Iran verknappte die weltweiten Bestände der Abwehrraketen weiter.Lesen Sie auchIm Krieg wird nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten „die entscheidende Schlacht am Himmel“ ausgetragen. „Wenn sie den Feind am Schlachtfeld stoppen, wenn sie den Krieg an Land aufhalten und wenn sie ihm die Seeherrschaft nehmen, wie wir es getan haben, dann wird der Himmel zum nächsten Schlachtfeld“, sagte Selenskyj.Seiner Ansicht nach sei dieses Stadium bereits erreicht. „Und in der Luft sind wir bereits wettbewerbsfähig“, sagte Selenskyj. Vor allem habe die Entwicklung von Langstrecken-Drohnen, die Kiew inzwischen gegen Ziele tief im Inneren Russlands einsetzt, den Verlauf des Kriegs bereits verändert und geholfen, „Russlands Militärmaschine zu schwächen“. Dies habe seiner Ansicht nach bereits dazu geführt, dass US-Präsident Donald Trump den Krieg in einem neuen Licht sehe.afp/dpa/saha
Ukraine fliegt mit über 400 Drohnen erneut groß angelegte Angriffe auf Moskau - WELT
Der Angriff erfolgte kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in der Türkei. Die meisten Drohnen wurden laut dem Bürgermeister von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung oder beim Anflug auf Moskau neutralisiert.







