PfadnavigationHomeSportFußballWMPro Palästina„Eine Schande für die ganze Welt“ – das verbotene Engagement des ägyptischen TrainersStand: 23:15 UhrLesedauer: 2 MinutenÄgypten gewinnt erstmals ein K.-o.-Spiel bei einer WM. In einer dramatischen Partie rettet Australiens Keeper Beach sein Team in die Verlängerung. Am Elfmeterschießen darf er überraschend nicht mitwirken. Die Highlights im Video.Die Fifa hat politische oder religiöse Themen während der WM zum Tabu erklärt. Hossam Hassan ignoriert diese Regel. Ägyptens Trainer widmete sich in einer Pressekonferenz erneut der Lage im Gazastreifen und forderte Solidarität mit den Palästinensern.Trotz des Verbots von politischen oder religiösen Botschaften während der Fußball-WM hat Ägyptens Trainer Hossam Hassan erneut die Lage im Gazastreifen thematisiert. Vor dem Spiel gegen Weltmeister Argentinien am Dienstag (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) prangerte der 59-Jährige Menschenrechtsverletzungen an und forderte zum Handeln auf.„Wir fühlen sehr stark mit den Palästinensern. Wir haben eine Situation, in der Hunderttausende Menschen getötet wurden“, sagte Hassan. „Man muss mit den Kindern fühlen. Sie werden krank, sie hungern. Wer da nicht mitfühlt, hat keine Gefühle, egal welcher Religion er angehört. Das ist eine Schande für die ganze Welt.“ Hassan forderte dazu auf, Palästinensern zu helfen und sie in Frieden leben zu lassen.Hassans Jubel mit palästinensischer FahneDas Fifa-Reglement untersagt das Verbreiten von politischen und religiösen Botschaften im Rahmen der WM. Schon bei der WM 2022 in Katar verbot die Organisation – unter anderem auch der deutschen Mannschaft – das Tragen von Armbinden der „One Love“-Kampagne.Hassan hatte bereits nach dem Achtelfinale für Aufsehen gesorgt. In einem in den sozialen Netzwerken verbreiteten Video war zu sehen, wie er nach dem Sieg im Elfmeterschießen gegen Australien im Stadion von Arlington die palästinensische Fahne zeigt. „Möge Gott unsere palästinensischen Brüder und Schwestern beschützen“, hatte er auf der Pressekonferenz gesagt.Krieg im GazastreifenVor fast drei Jahren hatte sich die Lage im Nahen Osten wieder extrem zugespitzt. Am 7. Oktober 2023 hatten Terroristen der Hamas und anderer terroristischer Organisationen aus dem Gazastreifen heraus Israel überfallen, dabei mehr als 1100 Menschen ermordet und Hunderte als Geiseln in den Gazastreifen entführt. Lesen Sie auchIsrael griff daraufhin die Hamas im Gazastreifen an. Mehrere Zehntausend Menschen sollen dabei getötet worden sein, Gebäude und Infrastruktur sind weitgehend zerstört. Israels Regierung und Militär weisen Vorwürfe zurück, sich Kriegsverbrechen und des Völkermordes schuldig gemacht zu haben.lwö/dpa