Analyse

Stand: 06.07.2026 • 20:54 Uhr

Manfred Weber ist der starke Mann der Konservativen im Europaparlament. Doch die EVP steht immer mehr in der Kritik, mit Parteien am rechten Rand abzustimmen. Manche befürchten, dass sie dabei die Kontrolle verlieren könnten.

Wenn am Dienstag das EU-Parlament darüber abstimmt, ob gegen die Partei Europa der Souveränen Nationen (ESN), ein Prüfverfahren eröffnet werden soll, werden die Augen nicht nur auf die Abgeordneten der rechtspopulistischen bis rechtsextremen Parteien gerichtet sein, die sich in der ESN zusammengeschlossen haben - etwa die der AfD, sondern auch auf die Mitglieder der Europäischen Volkspartei (EVP), zu der CDU und CSU gehören.

Diese Abstimmung, ob die ESN die EU-Grundwerte einhält, sei "ein weiterer Test", sagt der Grünen-Abgeordnete Daniel Freund - für die EVP, aber auch für deren Vorsitzenden Manfred Weber. Freund schlägt damit den Bogen zur Abstimmung über die sogenannte Rückkehrverordnung von Mitte Juni. Damals, glaubt Freund, sei der EVP und Weber "etwas entglitten".